Dellwarzen | Diagnose, Hintergründe, Behandlung
26. Jul 2010 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Haut, Krankheiten und ProblemeDellwarzen sind glatte, leicht eingedellte Hautknötchen, die sich als Resultat eines viruellen Infekts an der Hautoberfläche bilden. Der Erreger ist das sogenannte Molluscum-Contagiosum-Virus, das der Gruppe der Pockviren zugehörig ist. Dellwarzen sind also keine Warzen im herkömmlichen Sinne, sondern es sind mit einer infektiösen Masse gefüllte Hautausstülpungen, die hautfarben bis hellrot sind und stecknadelkopf- bis erbsgroß werden können. Unter Umständen können Juckreiz und leichte Schmerzen entstehen, meist bleiben die Warzen aber unauffällig. Häufig treten sie auf im Gesicht, am Hals, an Händen und Füßen und im Genitalbereich.
Zwar sind Dellwarzen relativ harmlos, allerdings ist die Ansteckungsgefahr durch Schmier- und Tröpfcheninfektionen ziemlich groß. Im Zusammenspiel mit anderen Hautkrankheiten, zum Beispiel mit Neurodermitis können zudem auch Dellwarzen unangenehme Wirkungen entfalten oder sich schmerzhaft entzünden. Daher ist es abgesehen von kosmetischen Gesichtspunkten auch medizinisch gesehen empfehlenswert, die Knötchen zu behandeln.
Dellwarzen werden entweder komplett chirurgisch entfernt oder durch Ausdrücken des infektiösen Kerns und Desinfektion zum Abheilen gebracht. Alternativ können Dellwarzen auch vereist, weggelasert oder medikamentös behandelt werden.
Beim Vereisen werden die Warzen in einem mit Stickstoff gekühlten Apparat unterkühlt, so dass sie absterben und heilen können. Umgekehrt können die Knötchen auch mittels eines Lasers verdampft und somit verbrannt werden, was ebenfalls zu ihrem Absterben führt.
Bei der medikamentösen Behandlung, die von außen durch Salben oder Lösungen erfolgen kann, geht es darum, Entzündungen an der Warzen zu provozieren, um so das Immunsystem zu aktivieren und auf die schädlichen Erreger aufmerksam zu machen. Alternativ können auch Präparate verabreicht werden, die das Immunsystem von Innen stärken sollen. Unbehandelt verschwinden die Hautknötchen mitunter nach einigen Monaten bzw. Jahren von selbst, wobei sie aber auch in der Zwischenzeit an Größe zunehmen können.
Damit es garnicht erst zur Infektion kommt, können einige vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden. Feuchte Flächen erleichtern die Übertragung der Erreger. Beliebte Verbreitungsorte sind daher Schwimmbäder, öffentliche Duschen etc.. Gründliches Abtrocken und das Tragen von Badeschuhen können in diesen Problembereichen bereits einen wichtigen Schutz bieten. Von Eigenbehandlungen ohne ärztliche Beratung wird dagegen strengstens abgeraten. Zu leicht kann das infektiöse Warzensekret aus Versehen auf andere Körperbereiche übertragen werden. Sinnvoll erscheint es grundsätzlich, durch viel Bewegung das Immunsystem zu stabilisieren und es somit gegen den Angriff von Viren zu wappnen.
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