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Cervicalsyndrom

www.medizin-blog.net am 22. November 2008

Cervicalsyndrom, dieses Krankheitsbild umfasst alle auftretenden akuten oder chronischen Beschwerden in der Hals- oder Nackenregion. Diese Erkrankung hat die verschiedensten Ursachen. Die häufigste Ursache des für das Auftreten des Cervicalsyndrom sind Bewegungsmangel, einseitige Belastung und Verspannungen der Nackenmuskulatur. Auch Fehlstellungen der Halswirbelsäule oder Bandscheibenvorfälle können der Auslöser für ein Cervicalsyndrom sein.

Viele Erkrankte geben auch Zugluft als Ursache für das Nackensyndrom an. Die Symptome bei einem akuten Cervicalsyndrom sind sehr vielschichtig. Meistens treten kurzfristig Schmerzen in der Nackenregion auf, die häufig mit Bewegungseinschränkungen der Halswirbelsäule einhergehen. Die Patienten können den Kopf nicht mehr so bewegen, wie es bei einer gesunden Halswirbelsäule möglich ist. Oftmals sind Einschränkungen beim Drehen oder Seitwärtsneigen des Kopfes vorhanden.

Teilweise klagen die Patienten über Schmerzausstrahlungen in den Kopf, oder in einen oder beide Arme. Bei manchen Patienten kommt es auch zu einem Taubheitsgefühl oder Schwäche in der Arm- oder Handmuskulatur, die dann eine gezielte Diagnostik erforderlich machen, um einen Bandscheibenvorfall auszuschließen.

Bei den meisten Patienten mit einem akuten Cervicalsyndrom klingen die Beschwerden nach einer Woche ab. Unterstützen kann man den Patienten durch die Gabe von spannungslösenden und schmerzlindernden Tabletten oder Injektionen. Auch die Akupunktur hat sich als sehr hilfreich gegen die Beschwerden erwiesen. Weiterhin wird der Arzt dem Patienten eventuell Wärme, Massage oder Krankengymnastik verordnen.

Halten die Nackenbeschwerden länger als 2-3 Wochen an, kann man von einem chronischen Cervicalsyndrom sprechen. Spätestens dann ist eine umfassende Diagnostik erforderlich, um die genaue Ursache der Beschwerden festzustellen und gezielt zu behandeln.

Auch viel Stress kann die Ursache für ein Cervicalsyndrom sein, vor allem dann, wenn der Erkrankte keinen Ausgleich findet. Hier können die verschiedensten Entspannungstechniken und ein Ausgleichssport sehr hilfreich sein. Dies trifft auch auf Berufstätige zu, die eine einseitige belastende Tätigkeit ausüben. Hier ist es sehr wichtig bereits als Vorbeugung Übungen zur Lockerung der Halsmuskeln zu erlernen, und diese auch regelmäßig auszuüben.

Kleine kurzfristig auftretende Beschwerden lassen sich sehr gut mit Hausmitteln behandeln, bei starken Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen sollte unbedingt ein Hausarzt oder ein Facharzt für Orthopädie aufgesucht werden.

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