Blasenschwäche

29. Jul 2009 | Von | Rubrik: Krankheiten und Probleme

Als Blasenschwäche wird der unangenehme Zustand bezeichnet, die Entleerung der Blase nicht kontrollieren zu können. Viele Betroffene sprechen aus Scham nicht über dieses Thema, oder verdrängen das Problem. Doch Blasenschwäche ist kein Fehlverhalten, sondern eine Krankheit, die in jedem Lebensalter auftreten kann. Bei älteren Menschen gilt Stress als häufigste Ursache. Bei ihnen tritt der ungewollte Harnabgang bei bestimmten Anstrengungen auf. Diese Anstrengungen sind oftmals körperlich bedingt. Die Blasenentleerung tritt dann bei Bewegungen wie Bücken, Heben, Lachen, Niesen oder Husten auf. Unter dieser Krankheit leiden überwiegend Frauen. Dafür können Männer ihre Blase öfter nicht vollständig entleeren. Dies wird als Reizblase bezeichnet, und bürgt die Folge, ständig den Drang zum Wasserlassen zu verspüren. Bekannt sind Betroffene jeden Alters. Kinder und Jugendliche leiden allerdings meist unter Bettnässen, also der nächtlichen Inkontinenz.

Die häufigsten Ursachen für eine Blasenschwäche bei Frauen ist der Hormonmangel in den Wechseljahren, die Erschlaffung der Beckenbodenmuskulatur durch Schwangerschaft oder Übergewicht, sowie die Altersbedingte Schließmuskelschwäche. Bei Männern hingegen tritt dieses Problem meistens durch eine Vergrößerung der Prostata auf. Diese Ursachen können in fast jedem Alter auftreten, vorwiegend allerdings bei älteren Menschen. Dennoch sind die Gründe, weshalb ältere Menschen tatsächlich an einer Blasenschwäche leiden, häufiger eine mangelnde Konzentrationsfähigkeit oder eine Schwäche des Blasenschließmuskels.

Dem oft von Kindern bekannte Bettnässen liegt eine Reifungsverzögerung des Zentralnervensystems zugrunde. Psychische Probleme sind dabei nicht die Ursache, folgen allerdings in den meisten Fällen. Jedoch sind auch Fälle bekannt, in denen das Bettnässen rein psychische Ursachen besitzt. Allgemeine Schwierigkeiten, die einer Blasenschwäche vorausgehen kön nen, sind Blasenentzündungen, Tumore, Rückenmarks- oder Nervenerkrankungen sowie Diabetes oder Multiple Sklerose. Blasenschwäche kann jedoch auch die Folge von Unfällen und Operationen, oder von angeborenen Fehlbildungen sein.

Gegen die Blasenschwäche kann leider nicht viel getan werden. Erfolgreiche Vorbeugungen gegen eine Prostatavergrößerung sind beispielsweise überhaupt nicht bekannt. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung kann aber die Reduzierung des Übergewichtes sein. Ansonsten sollte die Blase regelmäßig entleert werden, im besten Falle zu bestimmten Uhrzeiten, um die Blase zu trainieren.


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