Beeinträchtigungen des Harnabflusses

12. Sep 2010 | Von | Rubrik: Krankheiten und Probleme

Probleme beim Wasserlassen sind recht häufig. Die Ursachen können unterschiedlich sein. Die am schwerwiegendsten Ursachen liegen direkt in den Nieren selber, entweder durch Missbildungen, Tumore oder auch neurologische Erkrankungen. Auch Medikamentenmissbrauch kann zu Nierenproblemen und somit zu Beeinträchtigung des Harnabflusses führen. Werden solche Erkrankungen vermutet, ist es dringend erforderlich medizinischen Rat einzuholen und sich in Behandlung zu begeben.

Sehr schmerzhafte Harnabfluss-Störungen ergeben sich aus Nierensteinen. Solange die Steine im Nierenbecken sind, machen sie keine Probleme. Wenn die Steine sich aber im Harnleiter Richtung Blase und dann von der Blase in die Harnröhre bewegen, sind sie extrem schmerzhaft und beeinträchtigen das Wasserlassen. Kommt ein Nierenstein ungünstig vor dem Ausgang der Blase zur Harnröhre zu liegen, kann er wie ein Rücklaufventil den Urin daran hindern, abzufließen. Der Patient fühlt häufigen Harndrang, aber es kann nur wenig Harn abgesondert werden. Ähnliche Probleme entstehen bei einer Hypertrophie der Prostata oder bei Prostatakrebs.

Eine weitere Ursache für Probleme beim Wasserlassen stellen sogenannte Blasenentzündungen dar. Diese sind bei Frauen häufiger als bei Männern, da auf Grund der kurzen Harnröhre bei Frauen, Keime leichter über die Harnröhre in die Blase gelangen können als bei Männern. Bei einer Blasenentzündung ist das Gewebe der Blase gereizt und man fühlt einen ständigen Harndrang. Allerdings wird nur wenig Harn ausgeschieden.

Bei Beeinträchtigungen des Harnabflusses sollte auf jeden Fall fachlicher Rat eingeholt werden, um schwerwiegender Probleme auszuschließen und eine Verschlimmerung oder Folgebeeinträchtigung der Nieren zu vermeiden. Sehr häufig helfen nach Abklärung der Ursachen auch einfache Maßnahmen, die Erkrankung in den Griff zu bekommen.


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