Baker Zyste
1. Sep 2010 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Knie, Krankheiten und ProblemeDie Baker Zyste ist nach dem englischen Chirurgen William Morrant Baker (1839 – 1896) benannt. Es handelt sich bei der Baker Zyste um eine Zyste in der Kniekehle, deshalb wird die Baker Zyste auch als Poplitealzyste (Poplitea = Kniekehle) bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Hernienbildung, also Ausstülpung der hinteren Gelenkkapsel am Kniegelenk.
Ursachen der Baker Zyste
Die Ursache der Baker Zyste liegt in einer vermehrten Flüssigkeitsbildung im Kniegelenk und seiner Umgebung, verbunden mit einer Erschlaffung des Gewebes, die zur sackartigen Ausstülpung führt. Häufig findet sich die Baker Zyste bei einer Verletzung des medialen Meniskus. Es kommen jedoch auch rheumatische und degenerative Erkrankungen im Entstehungsmechanismus der Baker Zyste in Betracht, wie zum Beispiel Arthrose und rheumatoide Arthritis, die ebenfalls mit erhöhter Produktion von Flüssigkeit einhergehen.
Symptome und Komplikationen
Die Baker Zyste stellt sich als Schwellung über der Kniekehle dar, sie ist verschieblich, mit Flüssigkeit gefüllt und kann – je nach Ausmaß – Druckbeschwerden auslösen. Wächst die Baker Zyste zu stark an, besteht die Gefahr einer Ruptur, das heißt eines Risses, der dazu führen kann, dass die Flüssigkeit ins Gewebe abfließt und dort Entzündungen und Schmerzen hervorruft.
Behandlung
Die Behandlung einer Baker Zyste erfolgt im Allgemeinen durch einen Chirurgen oder Orthopäden, der in der Regel die Zyste punktiert und die darin befindliche Flüssigkeit abpunktiert. Unter Umständen muss diese Punktion einige Male wiederholt werden. Es gibt auch die Therapieoption der operativen Entfernung der Baker Zyste, die jedoch mit einer hohen Rezidivrate, das heißt Wiederauftreten der Baker Zyste verbunden ist. Bei der Behandlung ist an erster Stelle die Grunderkrankung im Kniegelenk zu behandeln, da sonst unter Umständen eine behandelte Baker Zyste immer wieder auftreten kann; unterstützend verspricht man sich Besserung durch Antiphlogistika, wie Diclofenac, Ibuprofen.
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