Angina pectoris – mit Herzschmerz immer zum Arzt?

2. Okt 2008 | Von | Rubrik: Herz, Krankheiten und Probleme

Als Angina Pectoris werden Schmerzzustände bezeichnet, die im Rahmen einer Koronaren Herzkrankheit (KHK) auftreten. Eine bestehende Arterienverkalkung nimmt auch Einfluss auf die Herzkranzgefäße und erschwert damit die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels. Bei erhöhter körperlicher Anstrengung oder Stress erhöht sich der Bedarf an Sauerstoff und es kommt zu den gefürchteten Schmerzen. Da die Herzenge überwiegend plötzlich auftritt, minutenlang anhält und dann wieder verschwindet, spricht man von Angina Pectoris Anfällen. Die Betroffenen klagen über ein schweres Druckgefühl und heftige Schmerzen in der Herzgegend, die bis in den linken Arm, die Schulter oder den Rücken ausstrahlen können, und teilweise als fester Ring um den Brustkorb empfunden werden.

Da Angina Pectoris Zustände auch als Vorboten eines drohenden Herzinfarkts anzusehen sind, ist es ganz wichtig, dass die Betroffenen medizinische Hilfe suchen, auch wenn sich zwischen den Anfällen immer wieder absolute Beschwerdefreiheit einstellt. Hier gilt der Grundsatz, lieber einmal zu oft zum Arzt als einmal zu wenig, und wer an die Kosten denkt, und deshalb den Arztbesuch aufschiebt, geht ein großes Risiko ein. Rechtzeitig erkannt, kann die KHK mit Erfolg behandelt werden, und für den Akutfall gibt es Medikamente, welche von der Krankenversicherung anstandslos bezahlt werden. Das ist für die Krankenkasse allemal billiger, als die hohen Behandlungskosten im Falle eines Herzinfarkts.

Angina Pectoris Patienten, welche eine private Krankenversicherung abschließen wollen, müssen beim Ausfüllen des Gesundheitsfragebogens angeben, dass sie unter Angina Pectoris leiden. Das wird zwar zu einem Risikoaufschlag beim Beitrag führen, jedoch wirkt man damit einem späteren Leistungsausschluss entgegen.


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