Amerikanisches Zeckenbissfieber

28. Nov 2008 | Von | Rubrik: Krankheiten und Probleme

Das Amerikanische Zeckenbissfieber ist auch unter dem Rocky-Mountain-Fieber bekannt. Durch ständige Verbreitung kommt die Infektionskrankheit mittlerweile in den gesamten USA, Kanada, Mexiko und auch Südamerika vor. Der amerikanische Pathologe Howard Taylor Ricketts entdeckte das Virus 1907 in Idaho/USA und gab ihm den Namen Rickettsia Rickettsi. Das Amerikanische Zeckenbissfieber zählt somit zu den Rickettsiosen.

Wie der Name schon besagt, wird die Erkrankung hauptsächlich von Zecken übertragen. Aber auch Flöhe, Milben und Läuse können durchaus Krankheitsüberträger stellen.

Rickettsien sind Bakterien, die ausnahmslos in tierischen oder auch menschlichen Zellen existieren können. Diese Parasiten leben in den Darmzellen von Zecken und übertragen es auf Tiere und Menschen.

In den Rocky Mountains erfolgt die Ansteckung durch die Waldzecke und in den übrigen Bundesstaaten und Südkanada durch Hundezecken. In Latein -und Südamerika überträgt es sich durch Ratten- oder Waldtierzecken. Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist lediglich bei einer Bluttransfusion möglich.

Die Inkubationszeit liegt bei zwei Tagen bis zwei Wochen. Die Bakterien des Amerikanischen Zeckenbissfiebers vermehren sich in den Zellen und verbreiten sich im gesamten Blutkreislauf. Sie zerstören Zellen und lösen so die typischen Symptome des Amerikanischen Zeckenbissfiebers aus.

Die häufig auftretenden Symptome sind akuter Kopfschmerz, Gliederschmerz und sehr hohes Fieber. Mitunter können starke Übelkeit, Husten, Erbrechen oder auch Bauchschmerzen auftreten. Um den siebten Tag der Infektion tritt sehr häufig ein Hautausschlag an Händen und Knöcheln auf. Später ist meist der ganze Körper betroffen. In seltenen Fällen kann eine Verwirrtheit und Bewusstlosigkeit festgestellt werden.

Eine Aussage zur exakten Diagnose kann Probleme bereiten. Neben eingehenden speziellen Blutuntersuchungen kann eine Muskelbiopsie helfen, die richtige Diagnose zu stellen.

Entscheidend ist, dass beim Amerikanischen Zeckenbissfieber schnellst möglich mit einer intravenösen antibiotischen Behandlung begonnen wird. Selbst bei einem Anfangsverdacht ist die Verabreichung von Antibiotika wichtig, da sich die Prognose nach dem fünften Krankheitstag verschlechtert. Unter Umständen ist die Verabreichung von Schmerzmitteln notwendig.

Besonders gefährlich ist das Amerikanische Zeckenbissfieber für Kinder unter vier Jahren.
Eine vollständige Genesung des Erkrankten ist die Regel. Jedoch kann es in einigen wenigen Fällen zu Langzeitfolgen wie Muskellähmungen kommen.


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