Amalgamprobleme
30. Sep 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Krankheiten und Probleme, ZähneAmalgam ist ein Gemenge, das sich aus ca. 50% Quecksilber und ca. 50% weiterer, verschiedener Metalle zusammensetzt. Quecksilber ist ein Schwermetall und hochgradig toxisch. Trotzdem wird quecksilberhaltiges Amalgam für Zahnfüllungen verwendet, da es gut zu verarbeiten, haltbar und preiswert ist. Amalgamprobleme entstehen, da durch Kauen, Zähneputzen, durch eine mangelhafte Zahnhygiene und durch Kontakte mit heißen oder sauren Lebensmitteln Quecksilber freigesetzt wird.
Das Quecksilber kann über die Zahnwurzeln, das Zahnfleisch und die Zahnknochen in die Blutbahn geraten und verschiedene Amalgamprobleme verursachen, die sich durch unterschiedliche Symptome äußern. Amalgamprobleme entstehen ebenfalls, wenn das Quecksilber über den Magen-Darmtrakt, den Nasen-Rachenraum und über die Lunge in den gesamten Organismus, in das Gehirn und die Blutbahn gelangt.
Symptome und Auswirkungen, die durch Amalgamprobleme hervorgerufen werden sind z.B. unangenehmer Brechreiz und Durchfall, Muskel- und Kopfschmerzen, Hautreaktionen und eine Anfälligkeit gegenüber Erkältungskrankheiten. Aber auch Herzrhythmusstörungen, Angstgefühle und depressive Stimmungen können durch Amalgamprobleme entstehen.
Wer unter Auffälligkeiten dieser Art leidet und vermutet, dass es sich hier um Amalgamprobleme handelt, sollte einen kompetenten Zahnarzt aufsuchen, um weitere gesundheitliche Schädigungen zu verhindern. Eine Haaranalyse oder ein Speicheltest können Aufschluss darüber geben, ob tatsächlich ein Amalgamproblem b.z.w eine Amalgamunverträglichkeit vorliegt. Ist dies der Fall, können, unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen, eine vollständige Entfernung der Amalgamfüllungen, eine Zahnsanierung und eventuell eine anschließende Ausleitungstherapie erforderlich werden.
Die Kosten für den Speicheltest trägt der Patient. Auch der Austausch noch intakter Amalgamfüllungen, aufgrund von Amalgamproblemen, wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Nur wenn beim Patienten durch einen Facharzt eine Allergie gegen Amalgam nachgewiesen wurde, kommt die Krankenkasse für die anfallenden Kosten auf. Da die Kostenübernahme bei einer Entfernung der Amalgamfüllungen durchaus von Krankenkassen unterschiedlich gehandhabt werden kann, ist es unbedingt ratsam, bei der jeweiligen Krankenkasse Informationen einzuholen.
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