Pollenrhinopathie – oder einfach Heuschnupfen…?
30. Jul 2009 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: AllergienZu den häufigsten Krankheiten im Sommer gehört der Heuschnupfen, wie er früher hieß. Pollen reizen die Schleimhäute der Nase und der Augen, so dass die Betroffenen ständig niesen und weinen.
Sind die Eltern bereits Allergiker, können die Kinder ihre Immunschwäche geerbt haben. Aus diesem Grund sollten Säuglinge möglichst lange gestillt werden, am besten ein Jahr. Denn die Abwehrkräfte verhindern frühe Allergien.
Je weniger Pollen die Allergie auslösen, desto besser. Grundsätzlich sollten die Allergene gemieden werden. Da das aber nicht immer möglich ist, kann der Körper desensibiliert werden. Mit Hilfe kleinste Dosierungen gewöhnt er sich an die Pollen und reagiert nicht mehr mit Juckreiz und Niesen darauf. Ideal ist diese Behandlung in der frühen Kindheit, weil die Dosen in Form von Tropfen verabreicht werden, schmerzlos sind und lange anhalten.
Ein Jugendlicher oder Erwachsener erhält eine wöchentliche Spritze während der beschwerdefreien Zeit. Nach drei Jahren ist der der Heuschnupfen meistens verschwunden.
Mehr als vier Allegene packt der Körper nicht. Wer also eine breite Palette an Allergenen hat, wird andere Wege gehen müssen. Mit Tabletten gegen Heuschnupfen werden Niesreiz und Augenjucken deutlich reduziert.
Jeder Allergiker sollte seine Allergene und Kreuzallergien genau kennen. Homöopatische Mittel, in denen Auszüge von Zitrusfrüchten und Quitte enthalten sind, lindern sehr gut, müssen allerdings über mindestens zwei Jahre hinweg eingenommen werden.
Unterstützend sind folgende Maßnahmen: Augentropfen, Nasenspray und Tempotaschentücher gehören griffbereit in die Wohnung. Allergiker sollten sich jeden Abend die Haare waschen. Auf glatten Böden sind Pollen leichter zu entfernen als auf Teppich. Kopfkissen aus Polyester sollten einmal in der Woche gewaschen werden. Bettwäsche aus Baumwolle sollte wöchentlich gewechselt werden.
Frauen sollten auf Augen-Makeup verzichten, weil das zusätzlich reizt.
Bei Kreuzallergie sind ungespritzte Früchte zu empfehlen, am besten aus dem eigenen Garten.
Während einer Schwangerschaft haben Frauen keinen Heuschnupfen. Keine Frühlingsreisen in “pollenverseuchte” Gebiete, lieber Aufenthalte am Meer.
Heuschnupfen ist lästig – und kann aber irgendwann auch wieder von alleine verschwinden.
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