Latexallergie

15. Nov 2008 | Von | Rubrik: Allergien

Allergien sind Überreaktionen des menschlichen Immunsystems auf die jeweils allergieauslösenden Stoffe und Substanzen. In den modernen Gesellschaften gehören Allergien zu den mit am weitesten verbreiteten Krankheitsbildern. Allergien sind stoffgebundene Abwehrreaktionen des Körpers mit verschiedenen Symptomen bis hin zur akuten Lebensgefahr.

Eine der weit verbreiteten Allergien ist die Latexallergie. Hervorgerufen durch in Latexprodukten vorhandene Proteine wird diese Allergieform meist durch Einatmen freigewordener Allergene aber auch durch direkten Kontakt mit der Haut oder Organen hervorgerufen. Da besonders im medizinischen Bereich eine Vielzahl latexhaltiger Produkte eingesetzt wird, besteht hier für Latexallergiker absurderweise die größte Gefahr. Daher müssen Latexallergiker unabdingbar vor jeder medizinischer Behandlung ihre Unverträglichkeit gegenüber Produkten aus Naturkautschuk bekannt machen.

Darüber hinaus kommt Latex auch in vielen Produkten des alltäglichen Lebens vor. Vom Radiergummi bis hin zu Kaugummi ist Latex in einer Vielzahl üblicher Gegenstände verarbeitet.

Die Symptome der Latexallergie reichen von der Hautrötung und Quaddelbildung, Niessen und Augentränen, Juckreiz und Asthmaanfälle bis hin zu Herzrhythmusstörungen und dem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock.

Trotz medikamentöser Behandlungsmöglichkeit bleibt gerade für hochsensible Latex-Allergiker ein erhöhtes Risiko. Durch die weite Verbreitung von Latexprodukten ist es kaum möglich, den allergieauslösenden Stoffen in ausreichendem Maße auszuweichen. Für Latexallergiker ist eine fachärztliche Begleitung unerlässlich. Selbst die Anschaffung eines latexfreien Notfallsets für den Hausgebrauch wird oft sogar von den Krankenkassen finanziert, da die übliche Ausstattung der Notärzte bislang nicht latexfrei erfolgt.

Personen, die eine Latexallergie bei sich vermuten oder diagnostiziert haben, müssen alle Vorkehrungen treffen, um ihre Lebensumwelt möglichst latexfrei zu halten. Das geht unter Umständen selbst mit einem Berufswechsel einher sofern die Betroffenen in ihrer beruflichen Tätigkeit mit latexhaltigen Gegenständen in Berührung kommen.





Mehr zu den Schlagwörtern dieses Artikels:
, , ,


Achtung: Das Informationsangebot auf www.medizin-blog.net allgemein und auch dieser Beitrag » Latexallergie (medizin-blog.net) « dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die hier zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden.