Hausstaubmilben Allergie
30. Aug 2010 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: AllergienDie Hausstaubmilbenallergie wird durch den Kot der im Hausstaub lebenden Milben ausgelöst. In diesem Kot befinden sich Eiweiße, gegen die der Mensch allergisch reagieren kann. Wenn diese Kotballen dann durch Bewegung, wie beispielsweise das Schütteln einer Bettdecke oder eines Kissens, aufgewirbelt werden, können sie bei dafür sensiblen Menschen eine allergische Reaktion auslösen.
An und für sich sind die Milben aber nicht unhygienischen Zuständen in der Wohnung zuzuschreiben, denn sie sind natürliche Mitbewohner im Haus und übertragen keine gefährlichen Krankheiten. Sie leben in textilen Gegenständen wie Decken, Kissen und ganz besonders gern in Matratzen. Dort sind sie – im Gegensatz zu allergieauslösenden Pollen – im ganzen Jahr zugegen. Ist man erstmal an der Hausstaubmilbenallergie erkrankt, leidet man unter Niesanfällen, Dauerschnupfen oder auch einer chronisch verstopften Nase durch das Anschwellen der Schleimhäute. Weitere Symptome können juckende und tränende Augen sein und im schlimmsten Fall sogar Asthma-Anfälle. Die Symptome ähneln denen eines Heuschnupfens, treten aber im Gegensatz zum Heuschnupfen ganzjährig auf.
Da sich die Milben am liebsten in Matratzen aufhalten, sollte man Matratzen, die mehr als acht Jahre alt sind, entsorgen. In denn Matratzen haben es die Milben aufgrund der Körpertemperatur und des Schweisses vom Schläfer schön warm und feucht. Außerdem hilft im Kampf gegen die Milben im Bett nur ein sogenanntes „Encasing“, dass die Matratze wie ein Bezug rundum umschliesst und so die Allergene im Inneren einschliesst. Diese Bezüge sind auch für die Kissen und Bettdecken ratsam, da sich die Milben auch hier sehr wohl fühlen. Alternativ kann man Kissen und Bettdecken auch bei 60 oder 95 Grad regelmässig waschen, denn bei einer Waschtemperatur ab 60 Grad sterben die Milben ab. Hilfreich ist es zudem, im Schlafbereich auf Teppich und Staubfänger zu verzichten. Außerdem sollte man den Schlafbereich schön trocken und kühl halten, auch dann fühlen sich die Milben dort eher unwohl.
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