Akkomodationsschwächung

9. Nov 2008 | Von | Rubrik: Augen, Krankheiten und Probleme

Die Akkommodationsschwächung des Auges entsteht durch den Alterungsprozess. Im engeren Sinne gehört die Akkommodationsschwächung nicht zu den Fehlsichtigkeiten wie die Kurzsichtigkeit oder die Weitsichtigkeit, da sie keine krankhafte Veränderung ist und jeder kann davon betroffen sein. Akkommodationsschwächung entsteht durch den normalen Alterungsprozess und wird dadurch verursacht, dass die Elastizität der Linse abnimmt.

Bei normalsichtigen Menschen ist das Auge in Ruhe auf die Ferne eingestellt. Um Gegenstände in der Nähe scharf erkennen zu können, muß das Auge akkommodieren (scharfstellen). Der Punkt auf dem das Auge eingestellt ist, bezeichnet man als Fernpunkt. Der nahste Punkt, an dem ein Gegenstand noch scharf zu erkennen ist, nennt man Nahpunkt. Bei Betroffenen einer Akkommodationsschwäche rückt der der Fernpunkt immer weiter weg, bis man ohne Korrekturmaßnahmen nicht mehr lesen kann.

Die Fehlsichtigkeit beruht auf eine Verhärtung und Vergrößerung des Linsenkerns mit Verlust der Elastizität der Linsenkapsel. Das hat zur Folge, das die Wölbung der Linse in der Akkommodation behindert wird. Etwa ab dem 10ten Lebensjahr beginnt sich die Linse schon zu versteifen und die Akkommodationsfähigkeit wird kontinuierlich schlechter. Bei Normalsichtigen macht sich die Akkommodationsschwäche aber erst zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr bemerkbar.

Der Nahpunkt bei einer Akkommodationsschwäche rückt immer weiter in die Ferne und es kommt zur Unfähigkeit einen Gegenstand in einer Entfernung von 30 bis 40 Zentimetern scharf zu erkennen. Der Betroffene kann dann nicht mehr im gewohnten Abstand Bücher oder Zeitungen lesen. Wegen der besseren Erkennung wird dann der Lesetext weiter vom Auge weg gehalten um noch lesbar zu sein.

In der Regel erfolgt eine Korrektur mit einer Lesebrille, wobei es sich um eine Sammellinse handelt. Die Stärke der Brille richtet sich nach der gewünschten Lese – bzw. Arbeitsentfernung und nach dem Alter. Je näher der Text sich am Auge befinden soll, desto stärker muß die Brille sein. Heute gibt es aber auch schon gute Kontaktlinsen.

Leider ist die Akkommodationsschwäche ein allmählicher Prozess, der stetig fortschreitet und sich verschlechtert. Moderne Hilfsmittel wie Brille und Kontaktlinsen gleichen die Nachteile aber befriedigend aus.


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