Zahnpflegekaugummis – sinnvolle Ergänzung zur Zahnpflege?
8. Sep 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: ZähneSie sind lecker und sie sind vor allem hilfreich. Eigentlich würde man Kaugummis ja im weitesten Sinne zu den Süßigkeiten zählen und dass die für die Zähne schädlich sind, weiß jedes Kind. Doch für Zahnpflegkaugummis gilt genau das Gegenteil. Sie helfen den Zähnen gesund zu bleiben. Das liegt zunächst einmal daran, dass sie keinen Zucker enthalten, der Kariesbildung Vorschub leistet. Viel wichtiger ist aber das Kauen selbst. Das produziert einen laufenden Speichelfluss, der die Karies fördernden Säuren neutralisiert. Diese Wirkung tritt nach etwa zwölfminütigem Kauen ein. Tatsächlich entsteht die gleiche Wirkung auch bei herkömmlichem Kaugummi. Doch Zahnpflegekaugummi ist darüber hinaus auch noch mit Mineralien angereichert, welche die Zähne stärken. So verringert etwa der Zuckeraustauschstoff Xylit nach finnischen Untersuchungen die Plaquebildung. Manchen Zahnpflegekaugummis werden auch Fluorverbindungen beigegeben, wie sie auch Zahnpasta vorkommen. Allerdings sind diese Zahnpflegekaugummi nicht unbedingt für Kinder geeignet. Hier ist es schon zu Verfärbungen gekommen.
So unbestreitbar die Vorteile von Zahnpflegekaugummi sind, so klar ist auf der anderen Seite, dass sie das altbewährte Zähneputzen auf Dauer nicht ersetzen können. Zwar wirken sie sehr gut, wenn es um chemische Vorgänge im Mund geht, in Sachen Mechanik taugen sie dagegen nicht besonders viel. Eine große Rolle bei der Zahnpflege spielt schließlich auch die mechanische Beseitigung von Zahnbelag. Da schafft Zahnpflegekaugummi gerade mal die Kauflächen der Zähne. Da wo Zahnbürste und Zahnseide hinkommen, kann der Zahnpflegekaugummi nicht wirken. Eine gesunde Kombination aus herkömmlicher Zahnpflege und der regelmäßige Genuss von Zahnpflegekaugummi sind gute Voraussetzungen für ein langes und gesundes Leben der Zähne.
Lesen Sie dazu jetzt weiter bei Medizin-Blog.net:
Mehr zu den Schlagwörtern dieses Artikels:
Zähne, Zahnpflege
