Stummer Herzinfarkt

27. Jul 2010 | Von | Rubrik: Herz

Eine der Haupttodesursachen in Deutschland ist der Herzinfarkt, den in Deutschland jährlich etwas 280.000 Menschen erleiden. Ein stummer Herzinfarkt ist dabei besonders gefährlich, da die typischen Symptome eines Herzinfarktes sehr schwach sind oder vollkommen fehlen. Durch Durchblutungsstörungen oder Verschluss der Herzkrankgefäße, die das Herz mit sauerstoffreichem Blut versorgen, kommt es zu einem Herzinfarkt. Dabei werden Teile des Herzens nicht mehr durchblutet, was die Pumpfähigkeit des Herzens herabsetzt.

Vor und während eines Herzinfarktes treten bestimmte Symptome, wie Brustenge, Schmerzen in der Brust und teilweise Schmerzen in den Armen auf. Viele Patienten leiden zusätzlich unter Atemnot, starken Angstgefühlen, Übelkeit und Schweißausbrüchen. Beim Auftreten dieser Symptome sollte unverzüglich ein Notarzt gerufen werden, damit dieser sofort die notwendigen Schritte einleiten kann, um das Leben des Patienten zu retten, und das Herz vor Schäden, die durch fehlende Behandlung entstehen, zu schützen.

Bei einem stummen Herzinfarkt ist das Risiko für die Patienten besonders hoch, da die Symptome fehlen oder stark vermindert auftreten. Etwa 20-30 Prozent aller Herzinfarkte verlaufen als stummer Herzinfarkt, schätzt man. Besonders betroffen sind Diabetiker und alte Patienten. Die stechenden Schmerzen und die Brustenge fehlen beim stummen Herzinfarkt. Einige Patienten fühlen sich schwach, müde und leiden teilweise unter Übelkeit. Oftmals verlieren die Patienten kurzzeitig das Bewusstsein.

Wird der stumme Herzinfarkt nicht erkannt, so besteht ein hohes Todesrisiko, da die notwendigen ärztlichen Schritte nicht eingeleitet werden. Hierzu gehören die Lysetherapie, bei der das Blutgerinnsel, das das Herzkranzgefäß verstopft, mit Medikamenten aufgelöst wird. Zusätzlich wird oftmals eine Herzkathederuntersuchung durchgeführt, mit der Möglichkeit die Herzkranzgefäße aufzudehnen oder mit einem Stent zu versorgen. Da bei einem stummen Herzinfarkt die Symptome fehlen, und dadurch keine ärztliche Hilfe erfolgt, können diese lebensrettenden Therapiemaßnahmen nicht eingeleitet werden.

Weiterhin erfolgt bei einem stummen Herzinfarkt, der nicht erkannt wurde, keine medizinische Nachsorge, die in der Gabe von bestimmten Medikamenten besteht, die das Herz schützen und stärken sollen. Patienten, bei denen der Herzinfarkt nicht erkannt wird, haben auch nicht die Möglichkeit, eventuell vorhandene herzschädigende Ernährungs- und Lebensgewohnheiten zu verändern, um so das Risiko für einen weiteren Herzinfarkt zu mindern.

Aus diesem Grunde ist es besonders für Diabetiker und recht betagte Patienten äußerst wichtig, bei Unwohlsein, Schwäche und Ohnmachtsanfällen an einen stummen Herzinfarkt zu denken, und einen Arzt zu verständigen, der durch bestimmte Laboruntersuchungen, sowie durch das Schreiben eines EKG einen Herzinfarkt diagnostizieren kann.





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