Genital Warzen

26. Jul 2010 | Von | Rubrik: Geschlechtsorgane

Genital Warzen, die auch Feig- oder Feuchtwarzen genannt werden, entstehen durch eine Infektion mit humanen Papillomviren. Das sind Herpesviren, die lange Zeit im Körper inaktiv bleiben können und sich beim Ausbruch der Krankheit als warzenförmige Ausstülpungen im Genital- und Analbereich bemerkbar machen. Dabei treten die meist stecknadelkopfgroßen Warzen einzeln oder als Gruppenbefall auf und können gelegentlich auch Schmerzen und leichte Blutungen verursachen.

Die Übertragung der Viren erfolgt durch Kontaktinfektion, zum Beispiel beim sexuellen Kontakt, oder durch Schmierinfektion. Kondome bieten beim Geschlechtsverkehr einen gewissen, wenn auch nur mittelmäßigen Schutz, da die Ansteckung durch die Körperflüssigkeit zwar erleichtert wird, aber grundsätzlich auch bei bloßem Hautkontakt geschehen kann. Ungeklärt ist, ob sich die Viren auch über befallene Oberflächen, wie Toilettensitze etc. transportieren lassen.

Verschiedene Studien verweisen auf einen Zusammenhang zwischen einigen Krebserkrankungen und der Infektion mit dem Erreger der Genital Warzen. Allerdings wird dieser Zusammenhang meist eher auf Parallelerkrankungen mit bösartigeren, krebsverursachenden Herpes-Erregern zurückgeführt.
Zumindest geht man davon aus, dass eine Infektion mit den warzenverursachenden Viren den Infektionsweg für die krebsfördernden Viren immerhin erleichtern könnte.

Aber auch ohne erhöhtes Krebsrisiko sollten die lästigen Warzen behandelt werden, da sie ein hohes Ansteckungspotenzial besitzen. Kleinere Exemplare können mit speziellen Cremes versorgt werden. Größere Auswüchse sollten operativ entfernt und nachbehandelt werden. Hier kommen die chirurgische Entfernung, die Laserbehandlung oder auch Vereisungs- und Verbrennungstechniken in Frage.
Im Analbereich kann es unter Umständen dabei zu Komplikationen kommen. Narbenbildung und Beschädigungen des Schließmuskels sind mögliche Konsequenzen.

Auch die alternative Medizin hält einige Behandlungsoptionen bereit, von denen allerdings keine bis jetzt ihre tatsächliche Wirksamkeit beweisen konnte. Teebaumöl wird beispielsweise für die äußerliche Anwendung empfohlen.

Um einer Infektion durch HP-Viren vorzubeugen, empfiehlt sich aber vor allem eine Impfung, am besten vor dem ersten sexuellen Kontakt. Auffällig ist außerdem, dass ein geschwächtes Immunsystem die Anfälligkeit für HP-Viren erhöht. Eine gesunde, immunstärkende Lebensweise mit viel Bewegung und gesunder Ernährung ist eine gute Vorbeugungsmaßnahme, um die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit dem Erreger der Genital Warzen zu verringern. Alkohol und Nikotin, sowie ungeschützter Verkehr und der häufige Wechsel von Sexualpartnern erhöhen hingegen das Risiko einer Ansteckung und weiteren Verbreitung des Virus.


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