Künstliche Gelenke – bald auch unendlich haltbar?

27. Aug 2008 | Von | Rubrik: Gelenke, Knie

Auf dem Gebiet der Medizin gibt es auch bei den künstlichen Gelenken immer mehr Fortschritte. Zu den Operationen, die in Deutschland am häufigsten durchgeführt werden, zählt die Kniegelenksoperation. Jährlich werden an deutschen Kliniken 130.000 Patienten operiert und bekommen künstliche Gelenke am Knie. In der Mehrzahl sind Frauen betroffen.

Aber auch bei Bein- und Armamputationen werden die Patienten heute mit künstlichen Gelenken versorgt. Künstliche Gelenke ermöglichen amputierten Personen eine bessere Lebensqualität. So ist es heute mit künstlichen Gelenken durchaus möglich auch aktiv Sport zu treiben, Beinamputierten wird Nordicwalking empfohlen. Aber auch für Hüftgelenke oder Fingergelenke und Schultergelenke gibt es Ersatz. Künstliche Gelenke verschaffen den Patienten, die vorher oft unter extremen Schmerzen litten und sich manchmal nicht mehr bewegen konnten eine neue Freiheit, sie sind trotz künstlicher Gelenke kaum körperlich behindert und können am normalen Alltag teilhaben. Natürlich dürfen künstliche Gelenke nicht überbeansprucht werden, so können zum Beispiel Patienten mit künstlichen Kniegelenken sich nicht mehr hinknien, aber sie können gut und schmerzfrei Laufen und Rad fahren, was ihnen vorher, wenn sie unter Arthrose litten, kaum noch möglich war. Die für künstliche Gelenke verwendeten Material ien werden immer besser und in der Regel vom Körper gut angenommen.

Bisher bestehen künstliche Gelenke oft aus einer speziellen Metalllegierung oder aus Kunststoff. Die Lebensdauer liegt bei etwa 15 Jahren, danach muss durch eine erneute Operation das künstliche Gelenk entfernt und ausgetauscht werden. Das verursacht Schmerzen beim Patienten und Kosten für die Krankenkassen. Wissenschaftler forschen jetzt daran künstliche Gelenke aus Keramik mit einer deutlich längeren Lebensdauer herzustellen, um so eine erneute Operation zu vermeiden.


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