Reizdarm

1. Nov 2008 | Von | Rubrik: Darm

Bei einem Reizdarm handelt es sich um eine Störung des Verdauungsgangs, der meist mit chronischen Schmerzen (Bauchschmerzen, Blähungen, unregelmäßiger Stuhlgang etc.) einhergeht. Besonders dadurch, dass Ärzte keine Ansätze um eine Diagnose zu stellen, daher bleibt ein Reizdarm in vielen Fällen nicht diagnostiziert und entsprechend nicht behandelt. Anfällig für einen Reizdarm sind vor allem Menschen im Alter von 25. bis 45. Jahren, wobei davon ausgegangen wird das etwa 10 Prozent der Bevölkerung Probleme mit dieser Erkrankung haben.

Über die Ursachen für einen Reizdarm kann zur Zeit nur gemutmaßt werden, so gehen Mediziner davon aus, dass ein Reizdarm das Resultat aus einer Störung in der Kommunikation zwischen Gehirn und Darm darstellt. Hinzu kommen Faktoren wie Ärger, Stress und eine falsche Ernährung, die die Symptome eines Reizdarms unterstützen. Genau diese Beschwerden sorgen dafür, dass ein Reizdarm sehr unangenehm für den Betroffenen ist. Im Gegensatz zu anderen Erkrankungen, die erst auftreten wenn man zur Ruhe kommt, ist dies beim Reizdarm das absolute Gegenteil. Während des Tages steigern sich die Beschwerden/Schmerzen und klingen in den Abend- und Nachtstunden komplett ab.

Von einem chronischen Reizdarm wird gesprochen, wenn die Beschwerden innerhalb eines Jahres in mehr als 12 Wochen vorkommen.

Bei der Diagnose zum Reizdarm ist es für viele Mediziner erst einmal wichtig, andere Erkrankungen im Darmbereich ausschließen zu können. So ist der Reizdarm zwar sehr unangenehm und schmerzhaft, aber beeinträchtigt nicht die Lebenserwartung. Sind andere Erkrankungen auszuschließen werden in der Regel mit dem behandelnden Arzt Maßnahmen besprochen, wie sich zumindest die Schmerzen lindern lassen. An erster Stelle steht hier das Essverhalten (mehrere kleine Portionen am Tag, Vermeidung von Speisen die Blähungen verursachen etc.). Zusätzlich werden den Betroffenen Medikamente verschrieben, um zumindest Phasen mit sehr starken Schmerzen überbrücken zu können. Trotzdem sollte eine dauerhafte Medikamenteneinnahme aufgrund diverser Nebenwirkungen vermieden werden.

Sofern man sich aktiv mit seinem Reizdarm beschäftigt und vorgeschlagene Therapieansätze einhält, bestehen gute Chancen, sich mit dieser Erkrankung arrangieren und relativ schmerzfrei damit leben zu können.


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