Wadenvergrößerung | Was muss man wissen?

18. Nov 2009 | Von | Rubrik: Beine, Schönheitschirurgie

In der heutigen Zeit, in der alles perfekt sein muss, kommt es vor, dass Frauen und auch Männer unzufrieden mit bestimmten Körperteilen ist. Eine Verschmälerung der Wade oder ein von Geburt an zu gering ausgebildeter Wadenmuskel kann zum Beispiel als störend empfunden werden. Außerdem gibt es Erkrankungen bei denen Waden zusehens “verschmächtigen” – dies kann auch einseitig geschehen. Angeborene Erkrankungen, die schmächtige Waden zur Folge haben sind neben Klumpfuß und spastischer Lähmung auch Spina bifida – eine Rückgratfehlbildung. Auch im Laufe des Lebens können Waden verschmächtigen – aufgrund von Kinderlähmung, Knochenentzündungen oder Verbrennungen, Quetschungen und Knochenbrüchen.

Hier hilft die Wadenvergrößerung oder Wadenaugmentation. Mithilfe eines Implantats – welche es in verschiedenen Größen und Formen gibt, um jedem Patientenwunsch zu entsprechen – wird die Wade optisch vergrößert. Dadurch bekommt der Patient die Optik einer kräftigen Wade, was freilich nur Schein ist, denn mit Muskelkraft hat das nichts zu tun.

Wie wird eine Wadenvergrößerung durchgeführt?

Durch kleine Schnitte unterhalb der Kniekehle wird das passende Implantat unter den Wadenmuskel eingesetzt. Dadurch und durch die Dehnung der Wadenmuskulatur wirkt die Wade größer. Narben verblassen im Regelfall schnell. Der Eingriff dauert etwa zwei bis drei Stunden und wird entweder in Vollnarkose oder auch mit örtlicher Betäubung vorgenommen. Nach der Operation sollte der Patient mehrere Tage in der Klinik verbringen, um sich zu schonen. Etwa zwei Wochen nach dem Eingriff sind keine sichtbaren Beeinträchtigungen mehr vorhanden (Schmerzen können bis zu sechs Wochen andauern). Außerdem sollte ein Kompressionsstrumpf getragen und weitere vier Wochen kein Sport getrieben werden. Das endgültige Ergebnis ist erst in ein bis zwei Monaten zu sehen.

Mögliche Risiken:
Ein Risiko bei einer Wadenvergrößerung ist das Verrutschen der Implantate, was sowohl zu unschönen Ergebnissen, wie auch zu Schmerzen führen kann. Ein weiteres Risiko ist – wie bei allen Silikonimplantaten – das tröpfchenweise Austreten von Silikon, welches im Gewebe Verkapselungen hervorruft. Allerdings sind moderne Silikonimplantate bereits so ausgereift, dass dies immer seltener passiert.


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