Wadenplastik

13. Sep 2009 | Von | Rubrik: Beine, Schönheitschirurgie

Die Veranlagung, Muskeln aufbauen zu können, also eine gezielte Muskelhypertrophie durchzuführen, ist bei jedem Menschen verschieden. Dies ist insbesondere für Männer ärgerlich, welche trotz eines disziplinierten Krafttraining nicht die Masse aufzubauen imstande sind, wie es der eigene Wunsch wäre. Ein besonderes Problemfeld, insbesondere bei großen Männern, ist hierbei die Wadenregion. Die Beine werden, trotz entsprechenden Trainings, als zu dünn und wie ein Stecken empfunden. Eine Abhilfe, zumindest optisch, bietet hierbei die sogenannte Wadenplastik. Diese ist vor allem durch den Einsatz bei vermeintlichen Stars bekannt geworden.

Für die Operation selbst ist zunächst eine Vollnarkose nötig. Es erfolgt nun ein Einschnitt von bis zu 10 cm in der Wadenregion. In eine Wade können daraufhin bis zu 4 Wadenimplantate eingesetzt werden. Diese Implantate bestehen in der Regel aus Silikon. Dies hat den Vorteil, dass sich das Material halbwegs natürlich anfühlt und auch von der eigenen Form als relativ flexibel zu bezeichnen ist. Natürlich sind mit diesem Eingriff auch gewisse Risiken verbunden. So sind Schwellungen, Blutergüsse und leichte Schmerzen als harmlos anzusehen. Jedoch kann sich das umliegende Gewebe in Form einer Abstoßungsreaktion entzünden und so eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit des Patienten darstellen. Auch als kritisch sind Nervenschädigungen zu werten, welche entweder während der Operation selbst oder beim nachfolgenden Tragen auftreten können. Diese können leichte Lähmungserscheinungen oder Kribbelgefühle nach sich ziehen, welche kontinuierlich empfunden werden und in ihrer Dauer nicht abzuschätzen sind. Mit der bereits genannten Vollnarkose geht natürlich auch ein Klinikaufenthalt daher, welcher bis zu 1 Woche andauern kann. Aber auch die Vollnarkose selbst impliziert einige Risiken, welche vor allem bei instabilen und empfindlichen Patienten lebensgefährlich sein können. Leichte Belastungen sind zudem erst nach circa 1 Monat durchführbar.

Bis das Bein wieder voll belastungsfähig ist, beispielsweise mit Sport, vergehen bis zu 3 Monate. Auch hält dieses Implantat natürlich nicht für immer. So ist eine maximale Haltbarkeit von 15 Jahren zu verzeichnen. Das Ergebnis selbst hingegen ist bereits nach einigen Tagen ersichtlich und so für Nachkorrekturen offen.

Insgesamt ist die Wadenplastik ein klassischer Bestandteil der Ästhetischen Chirurgie, welcher vielen Männern hilft, sportliche Minderwertigkeitskomplexe zu überwinden. Ob dies die Kosten, Schmerzen und gesundheitlichen Risiken wert ist, mit welchen ein derartiger Eingriff zweifelsfrei verbunden ist, dürfte dennoch natürlich als äußert fragwürdig gelten.

Muskulöse Waden dank Wadenplastik (© unpict - Fotolia.com)

Muskulöse Waden dank Wadenplastik (© unpict - Fotolia.com)





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