Beinstraffung

30. Mai 2010 | Von | Rubrik: Beine, Schönheitschirurgie

Nach extremen Gewichtsverlusten kann es an den Oberschenkeln zu starken, unattraktiven und unangenehmen Hautüberschüssen kommen. Das durch den Fettüberschuss überdehnte Gewebe kann sich dabei nicht vollständig regenerieren und lässt sich nur operativ entfernen. Dies kann mittels einer Beinstraffung durchgeführt werden.

Die Beinstraffung ist eine Operation, bei der die besonderen Hautstrukturen an der Innenseite der Oberschenkel berücksichtigt werden müssen. Hier ist die Haut einerseits sehr weich, allerdings aufgrund der Beweglichkeit der Gliedmaßen auch extrem dehnbar und zudem mit Fettpolstern ausgestattet. Um diese besonderen Gegebenheiten berücksichtigen zu können, werden bei der Operation verschiedene Verfahren eingesetzt. Unter anderem unterscheidet man die horizontale von der vertikalen Methode der Beinstraffung. Bei der horizontalen Beinstraffung verläuft der Schnitt zwischen Leiste und Sitzbein. Er wird sichel- oder ellipsenförmig angesetzt und anschließend wird das überschüssige Hautgewebe nach oben gezogen, bis ein natürlicher Grad an Straffheit erreicht ist. Dabei darf keinesfalls zuviel entfernt werden, da eine mangelnde Beweglichkeit der Beine die Folge wäre. Meist liegen die Beine daher bei der Operation in einem mittleren Winkel von 45° zueinander. Bei der horizontalen Methode verläuft die Narbenführung sehr unauffällig in der Leistenfalte.

Die vertikale Technik setzt zwischen Leiste und Knie an. Die Operationsmethode muss allerdings abhängig von dem zu beseitigenden Hautüberschuss gewählt werden. Hierbei wird außerdem ein zweiter, senkrechter Schnitt ausgeführt, so dass sich insgesamt ein kelchförmiger Schnitt ergibt. Narbenbildung und Wundheilung sind komplizierter bei dieser Methode der Beinstraffung, die daher eher für große Mengen an Hautüberschuss geeignet ist.

Die vertikale Technik kann auch als kombinierte Operation zusammen mit einer vorherigen Fettabsaugung durchgeführt werden. Der besondere Vorteil dieser Maßnahme ist, dass durch die Volumenverkleinerung auch die Narbenheilung schonender vonstatten gehen kann, da die Gewebespannung umgeleitet wird und sich weniger auf das frische Narbengewebe auswirkt.

Beinstraffungen sind keine unkomplizierten Operationen, sondern sie setzen fundiertes fachliches Können voraus. Zwar sind die Anästhesie- und Operationsbedingungen bereits wesentlich schonender geworden, dennoch ist eine Beinstraffung kein Kinderspiel. Es empfiehlt sich, diese nur bei spezialisierten Ärzten und Kliniken durchzuführen und sich vorher ausführlich über die Gefahren und Risiken informieren zu lassen. Nicht in jedem Fall ist eine Straffung erforderlich. Bei geringeren Erschlaffungserscheinungen der Haut hilft vielleicht bereits ein bisschen Muskelsport.





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