Netzhautablösung

31. Okt 2008 | Von | Rubrik: Augen

Bei der Netzhautablösung löst sich die innere Rezeptorschicht von dem darunter liegenden Pigmentepithel ab. Als Folge kommt es zu Sehstörungen, die sich als Flecken im Gesichtsfeld oder aber als verzerrte Darstellungen äußern können. Als Ursachen kommen verschiedene Faktoren in Betracht.

Bei der rissbedingten Netzhautablösung spielen Kurzsichtigkeit, vorausgegangene Augenoperationen oder Verletzungen eine bedeutende Rolle. Dagegen kann es in Folge von entzündlichen Prozessen im Auge zu einem Flüssigkeitsaustritt aus den Aderhautgefäßen kommen. Diese sammelt sich dann unter der Netzhaut, wodurch es zu einer erst geringen, im weiteren Verlauf aber immer größer werdenden Ablösung der Netzhaut kommt.

Krankheitsbedingte Netzhautablösungen, die z. B. bei einer diabetischen Retinopathie vorkommen können, beruhen auf der Bildung von Bindegewebe auf der Netzhaut. Wenn diese dann schrumpft, was bei Bindegeweben, z.B. bei der Narbenbildung, häufig vorkommt, wird dadurch die Netzhaut von ihrer Unterlage abgelöst. Aber auch Tumore können Ursache einer Netzhautablösung sein.

Ist es zu einer Netzhautablösung gekommen, so ist eine schnellstmögliche Behandlung erforderlich, da schon nach ca. 2 Tagen eine irreparable Schädigung des Auges eintritt.
Fast immer ist eine operative Therapie notwendig. So kann z. B. mittels eines Lasers die Netzhaut wieder an ihrer Unterlage fixiert werden (Augenlaser). Auch das Aufnähen einer Silikonplombe oder eines Bandes gehören zu den Therapiemöglichkeiten, die vor allem bei Netzhautrissen zum Einsatz kommen. Im Gegensatz dazu müssen schrumpfungsbedingte Netzhautablösungen fast immer chirurgisch behandelt werden. Dabei wird dann der Glaskörper samt Membran entfernt und durch ein Gas oder Silikonöl, das mittels einer Tamponade fixiert wird, ersetzt.

Generell gilt, dass je eher ein Eingriff vorgenommen wird, desto besser die Heilungschancen sind. Da es in den seltensten Fällen zu einer spontanen Ablösung der Netzhaut kommt und dieser Vorgang eher ein schleichender Prozess ist, der sich durch allmähliche Beeinträchtigungen der Sehkraft ankündigt, sollte schon bei ersten, auch geringen Störungen ein Augenarzt aufgesucht werden um den Zustand des Auges überprüfen zu lassen. Werden in diesem Stadium dann erste Anzeichen für eine Ablösung entdeckt, so ist die Prognose für eine erfolgreiche Behandlung sehr günstig. Es ist dann in den meisten Fällen durch eine unkomplizierte Laserbehandlung möglich, den Defekt zu beheben (Augenlaserbehandlung).

Weitere Infos: Kontaktlinsen und Netzhaut





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