Kunstlinsen für das Auge

13. Nov 2008 | Von | Rubrik: Augen

Um gut zu sehen, müssen klare, das heißt scharfe Abbildungen des Wahrgenommenen auf der Netzhaut entstehen. Die Bilder, die auf unser Auge treffen, müssen sich als Lichtstrahlen in einem Fokus vereinen. Dies ist der Punkt des schärfsten Sehens. Dabei kommt es zu einer Ablenkung der Strahlen, der Brechung. Sie wird in Dioptrien (dpt) gemessen. Ein scharfsichtiges Auge hat null Dioptrien.

Um Fehlsichtigkeiten, also Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit zu korrigieren, stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung. Am ältesten ist die Korrektur mit optischen Sehhilfen, den Monokeln, Kneifern, Lorgnons und Brillen. Moderner ist die Korrektur von Fehlsichtigkeit mittels Kontaktlinsen. Um gar keine Hilfsmittel mehr zu benötigen, ist es möglich, die Augen zu lasern.

Laserchirurgische Eingriffe, die auch als refraktive Chirurgie bekannt sind, sind bereits sehr etabliert. Beim Augenlasern wird die Hornhaut abgeschliffen, im Zentrum in unterschiedlicher Tiefe von den Rändern. Dadurch kommt es zur Veränderung der Krümmung. Mittels der LASIK – Verfahren kann man Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmungen in der Augenchirurgie des Spitals oder in Augenlaserzentren kurieren.

Das Um und Auf des Erfolges von Augenlaserbehandlungen ist höchste Präzision. Diese ist mit dem Excimerlaser erreichbar. Er verändert exakt und in winzigstem Bereich die Krümmung der Hornhaut und damit die Brechung der Strahlen.

Wenn Wellenfront – LASIK und Femtosekunden – LASIK nicht möglich sind, weil die Hornhaut zu dünn ist, kann man Kunstlinsen einsetzen. Sie werden in die Hinterkammer zwischen Iris und Augenlinse implantiert. Die Akkommodationsfähigkeit der eigenen Linse bleibt erhalten. Üblicherweise wird Kurzsichtigkeit von -10 bis -20 dpt. und Weitsichtigkeit von +5 bis +8 dpt auf diese Weise behandelt. Wenn man Kunstlinsen mit LASIK – Verfahren kombiniert kann man auch Astigmatismus heilen.





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