Kunstlinse im Auge?

13. Dez 2008 | Von | Rubrik: Augen

Die Korrektur einer Fehlsichtigkeit des Auges kann heutzutage durch eine sogenannte Kunstlinsenimplantation erfolgen. Speziell extrem hohe Kurz- und auch Weitsichtigkeiten werden erfolgreich in Augenkliniken mit dem Einsetzen einer zusätzlichen Kunstlinse berichtigt.

Gerade bei älteren Menschen, bei denen ein Grauer Star erkennbar ist, können Sehschwierigkeiten derart behandelt werden, sodass nach Implantation auf eine Brille verzichtet werden kann. Es besteht sowohl die Möglichkeit, eine Kunstlinse zusätzlich zur eigenen Augenlinse zu tragen oder auch direkt die eigene Linse mit einer Kunstlinse auszutauschen.

Welches Verfahren zum Einsatz kommt, liegt im Ermessen des behandelten Augenarztes. Bei der Implantation handelt es sich um einen ambulanten Eingriff, infolgedessen das Sehvermögen bereits einen Tag nach dem Einsetzen der Kunstlinse als gut bezeichnet werden kann. Zur Bestimmung der richtigen Linsenwahl benötigt der Augenchirurg zuvor jedoch Angaben über den Durchmesser der Pupille bei Dunkelheit, die genaue Höhe der Fehlsichtigkeit und auch die Dicke der vorhandenen Hornhaut. Erst dann kann die geeignete Linse bzw. das geeignete Verfahren seitens des Arztes festgelegt werden. Teilweise kann es einige Wochen nach Einsetzen der Kunstlinse noch zu Restfehlsichtigkeiten kommen, welche jedoch durch eine sogenannte LASIK, einer Laseroperation, behoben werden kann.

Da Kunstlinsen noch relativ neu auf dem Markt sind, kann es bei Dämmerung am Rand der Linse zu Blendungen kommen. Die Kosten für eine Kunstlinsenimplantation werden in der Regel von den Krankenkassen nur bei diagnostiziertem Grauen Star übernommen. Operationen, welche allein der „Schönheit“ dienen, also dem Verzicht einer Brille, müssen vom Patienten selbst getragen werden.


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