Die intraokulare Kontaktlinse – was Sie wissen sollten

13. Nov 2008 | Von | Rubrik: Augen

Um sehr starke Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit über -/+10 dpt zu korrigieren, kann man mit intraokularen Kontaktlinsen hervorragende Erfolge erzielen. Diese werden in das Auge implantiert. Sie liegen zwischen Regenbogenhaut (Iris) und eigener Linse, ohne diese berühren zu dürfen. Man wählt die Methode der Implantation von intraokularen Kontaktlinsen, wenn die Hornhautchirurgie, bei der hauchdünne, im Mikrometerbereich liegende Schichten der Hornhaut abgetragen werden, um die Krümmung und damit die Brechung zu verändern, nicht in Frage kommt. Das ist dann der Fall, wenn die Hornhaut sehr dünn ist. Außerdem ist diese Form der Augenchirurgie bei Alterssichtigkeit nicht geeignet.

Im Unterschied zum Linsenaustausch, bei dem die natürliche Linse entfernt wird, behält hier das Auge seine Akkomodationsfähigkeit. Die neue Kunstlinse sitzt in der Hinterkammer. Es ist eine kurze, die PatientInnen nur geringfügig belastende Operation. Sie dauert eine viertel Stunde bis zwanzig Minuten, wenn ein erfahrener Operateur zu Werke geht, und wenn es keine unvorhergesehen Komplikationen gibt. Dennoch ist sie nicht zu unterschätzen. Dieser Eingriff ist eine große Herausforderung für den Chirurgen.

Linsenoperationen werden schon seit einigen Jahrzehnten bei der Behandlung des Grauen Stars eingesetzt. Dies ist die häufigste Augenerkrankung. Fast jeder ältere oder hochbetagte Mensch erkrankt am Grauen Star. Ab ca. 60 Jahren wird der Linsentausch auf Grund dieser Diagnose zum Thema. Es gibt also schon sehr hoher Erfahrungswerte bei der Linsenoperation. Dennoch ist die Implantation von intraokularen Kontaktlinsen ein anderes Verfahren als der Linsentausch. Die Implantationschirurgie für dieses Verfahren baut nur auf den Erfahrungen der CLE (Clear Lense Exchange) Methode auf. Die Kunstlinse wird durch einen kleinen Schnitt mittels einer Kanüle in die Hinterkammer eingeführt. Dort breitet sie sich aus und haftet von selbst.


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