Schreiattacke – was kann man tun?

12. Nov 2008 | Von | Rubrik: Kindergesundheit

Schreien ist für Babies ein lebensnotwendige Ausdrucksform. Es ist normal, dass Babies sich über das Schreien bemerkbar machen um ihre Bedürfnisse anzumelden, und dass sie auch mal schreien, wenn sie satt, warm genug angezogen und trocken sind. Nimmt das Schreien jedoch über längere Zeit kein Ende und wird zu einer regelrechten Schreiattacke, wird man als Elternteil manchmal schon sehr angespannt und oft auch hilflos. Besonders in den ersten Lebensmonaten eines Kindes können Schreiattacken vorkommen. Oft treten sie abends auf.

Die Gründe dafür sind unterschiedlich; manchmal stehen sie in Zusammenhang mit den Dreimonats-Koliken, da das Verdauungssystem noch nicht ganz ausgereift ist, manchmal fühlt sich das Kind unwohl oder es verarbeitet einfach die Eindrücke des Tages in seiner neuen Welt.

Während einer Schreiattacke schießen den Eltern sicher viele Fragen durch den Kopf: Was hat es nur? Ist es auch gesund? Hat es Hunger/Durst? Ist ihm zu warm oder zu kalt? Braucht es frische Windeln? Mache ich etwas falsch? – Es ist wichtig, so schwierig das klingt, hier die Ruhe zu bewahren. Einige Dinge können helfen, einer Schreiattacke eines Babies zu begegnen: Ein kleines Baby heißt nicht umsonst Säugling. Es hat das lebensnotwendige Bedürfnis zu saugen. Am besten entspricht man diesem Bedürfnis durch das Stillen. Die meisten Stillkinder sind mit der Mutterbrust leicht zu beruhigen. Aber auch das Nuckeln an einem (sauberen) Finger oder einem Schnuller kann beruhigend wirken.

Ebenfalls beruhigend ist für das Kind alles, was es an das Gefühl aus dem Mutterleib erinnert. Deshalb sind Babies oft zufriedener, wenn sie zum Beispiel in einem Tragetuch umhergetragen werden. Die rythmischen Bewegungen und die Herzgeräusche der Mutter (oder auch des Vaters) sind ihm vertraut. Das Kind mag monotone Geräusche (wie z.B. sch-sch-sch) oder wenn es etwas vorgesummt bekommt. Viele Kinder lieben es auch wenn sie in einen sogenannten Pucksack oder eine Babydecke eingewickelt / eingepackt und dann leicht geschaukelt oder gewippt werden. Sie möchten Begrenzung spüren – wie in Mutters Bauch. Einsame Stille und Weite eines Babybettes, sowie totale Ruhe sind befremdlich.

Halten Schreiattacken über einen längeren Zeitraum an, sollte man sich an eine Hebamme oder einen Kinderarzt wenden.





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