Masern
3. Nov 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: KindergesundheitDie Masern gehören zu den typischen Kindererkrankungen. Trotzdem ist und bleibt sie eine hochansteckende Krankheit, die auf keinen Fall als ungefährlich zu betrachten ist. Typisch sind rote Flecken auf der Haut sowie deutliche Niedergeschlagenheit. Im Extremfall können sich durch den stark geschwächten Allgemeinzustand Folgeinfektionen wie Lungen- oder Hirnentzündungen entwickeln.
Gegen die Masern existiert kein bekanntes Gegenmittel, allerdings werden in den meisten Ländern der Welt Säuglinge bereits ab dem zwölften Lebensmonat gegen die Krankheit geimpft. Besonders in afrikanischen Ländern ist aber eine Impfung nicht weit verbreitet und die Zahl der Infektionen konnte nicht reduziert werden. Die Masern sind in so gut wie jedem Land meldepflichtig, da sie hochansteckend sind und falls sie nicht rechtzeitig erkannt werden, tödliche Folgen haben können.
Masern verlaufen in den meisten Fällen in zwei Phasen ab. Sie haben eine lange Inkubationszeit von circa zwei Wochen. Daraufhin folgt das Initialstadium. Der Atemtrakt entzündet sich, die Schleimhäute der Augen ebenso. Fieber bis zu 40 – 41 Grad Celsius sind dabei keine Seltenheit, sowie Übelkeit, Halsschmerzen und Kopfschmerzen.
Erst nach weiteren elf bis vierzehn Tagen treten die typischen Rötungen auf der Haut auf. Das sogenannte Exanthemstadium beginnt. Anfangs am Gaumen greifen die Flecken bald auf den ganzen Körper über, dies geschieht meistens im Verlauf eines einzigen Tages. Innerhalb der nächsten Tage verbessert sich die Situation allerdings spürbar. Die Symptome verschwinden langsam, die Rötung tritt zurück.
Da die Masern nicht therapiert werden können, kann der Arzt nur die Symptome lindern. So kann er Schmerzmittel gegen das Unbehagen einsetzen, fiebersenkende Mittel um das Fieber im übersehbaren Rahmen zu halten sowie Antibiotika um etwaigen Entzündungen vorzubeugen. Auf diese Weise verhindert der Arzt weitere Komplikationen und kann die Krankheit zumindest in eine kontrollierte Bahn bewegen. Aber vor allen Dingen absolute Bettruhe sowie jedwede Vermeidung von Stress sind Schlüsselemente im Kampf gegen die Krankheit. Kinder vertragen die Masern dabei oftmals besser als Erwachsene. So weist die Krankheit bei ihnen einen schwereren Verlauf auf, ergo höhere Temperaturen und deutlich heftigere Symptome.
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Fieber, Impfungen, Lungenentzündung, Masern
