Starke Menstruation

18. Jul 2009 | Von | Rubrik: Frauengesundheit

Unter einer übermäßig starken Menstruation (auch als Hypermenorrhoe bezeichnet) versteht man eine Zyklusblutung, die mit Verlusten von mehr als 150 ml Blut sowie mit größeren Blutgerinnseln einhergeht. Dies entspricht in etwa einem durchschnittlichen täglichen Verbrauch von mehr als fünf Monatsbinden an den Tagen der Zyklusblutung.

Als Ursachen kommen Krankheiten innerer Geschlechtsorgane (wie z.B. der Gebärmutter), allgemeine Erkrankungen sowie hormonell bedingte Störungen oder auch bestimmte Medikamente wie z.B. Antikoagulantien in Betracht.

Abgesehen von gutartigen Geschwülsten (Myomen) und Polypen treten die folgenden Erkrankungen besonders häufig in Verbindung mit einer abnorm starken Blutung auf: rezidivierende bzw. chronisch verlaufende Entzündungen im Bereich der weiblichen Genitale, Endometriose, diverse Herzbeschwerden und Nierenkrankheiten, onkologische Erkrankungen sowie Blutkrankheiten, bei denen es häufig zu Gerinnungsstörungen kommt. Bleibt eine Hypermenorrhoe über lange Zeit unbehandelt, so kann daraus eine Anämie (Blutarmut) entstehen.

Denn der menschliche Organismus ist in den meisten Fällen nicht dazu fähig, den erlittenen Blutverlust während eines Zeitraums von vier Wochen wieder auszugleichen. Charakteristisch für Frauen, die unter einer länger andauernden Hypermenorrhoe leiden, ist daher ein blasses Aussehen sowie eine rasche Ermüdbarkeit (Fatigue).


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