Soorkolpitis

8. Okt 2008 | Von | Rubrik: Frauengesundheit, Geschlechtsorgane

Eine Soorkolpitis ist eine Infektion der Vagina und wird umgangssprachlich auch als Scheidenpilz bezeichnet. Betroffene Frauen verspüren oft ein Jucken und Brennen im Vaginalbereich oder bemerken einen veränderten Ausfluss. Oft wird eine Soorkolpitis auch gar nicht bemerkt und nur zufällig vom Gynäkologen diagnostiziert.

Ein Scheidenpilz wird in den meisten Fällen durch einen Candida-Hefepilz verursacht, der sich durch eine Veränderung des pH-Wertes in der Vagina vermehren und so die Erkrankung auslösen kann. Das Erkrankungsrisiko steigt bei mangelnder Hygiene, Stress, hormonellen Veränderungen und einem geschwächten Immunsystem.

Eine Soorkolpitis sollte immer behandelt werden, da die Infektion sich sonst in die Gebärmutter oder die Eileiter ausbreiten kann. Als Spätfolge kann es bei betroffenen Frauen zu Unfruchtbarkeit kommen.
Zur Behandlung von einer Soorkolpitis werden vor allem Mittel gegen Pilzinfektionen angewandt, sogenannte Antimykotika. Diese Mittel gibt es je nach Dosierung rezeptfrei oder -pflichtig in der Apotheke in Kombination aus Zäpfchen und Creme.

Meistens tritt schon kurz nach der Einnahme des ersten Zäpfchens eine Linderung des Juckreizes ein. Dennoch ist es wichtig, die empfohlene Dauer der Anwendung nicht zu verkürzen, um ein Wiederauftreten des Pilzes zu verhindern.

Wer einmal von einer Soorkolpitis betroffen war, ist anfällig für einen erneuten Ausbruch der Infektion. Um dieser vorzubeugen, sollte auf eine gute Hygiene geachtet werden.

Beim Geschlechtsverkehr ist die Verwendung von Kondomen angebracht, um einen Pingpong-Effekt zu verhindern. Slips sollten nicht aus Synthetik, sondern aus Baumwolle oder Seide sein, und Handtücher sollten regelmäßig gewaschen werden. Auch eine Stärkung des Immunsystems durch gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung ist angebracht, um einer Soorkolpitis vorzubeugen.


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