Die Monatsblutung der Frau

26. Jul 2010 | Von | Rubrik: Frauengesundheit

Bei Mädchen setzt etwa zwischen 10 und 14 Jahren, im Laufe der Pubertät, die erste Monatsblutung ein. Dies ist der Beginn der Geschlechtsreife und der Fortpflanzungsfähigkeit. In meist konstanten Zyklen begleitet die Monatsblutung nun die Frau bis hin zur Menopause. Bei Frauen in den Wechseljahren und bei sehr jungen Mädchen findet die Monatsblutung oft nur unregelmäßig statt.

Die Monatsblutung, auch Menstruationsblutung genannt, wird von den Geschlechtsorganen der Frau ausgelöst. Zu den Geschlechtsorganen gehören bei der gesunden Frau zwei Eierstöcke mit Eileitern, die Gebärmutter und die Vagina. Dies sind die inneren Geschlechtsorgane.

In den Eierstöcken werden befruchtungsfähige Eizellen gebildet. Durch die Hormone FSH und LH kann das Ei heranreifen um sich als reife Eizelle vom Eierstock zu lösen, was Ovulation oder Eisprung genannt wird. Durch den Eisprung wird das Hormon Progesteron freigesetzt, welches die Gebärmutterschleimhaut aufbaut, um ideale Bedingungen für eine befruchtete Eizelle zu bieten. Das Ei wandert somit durch die Eileiter zur Gebärmutter. Wird es nun befruchtet, setzt es sich in der Gebärmutterschleimhaut fest und die Schwangerschaft beginnt.

Tritt hingegen keine Befruchtung ein, wird die Gebärmutterschleimhaut wieder abgebaut, und die Monatsblutung setzt ein. Die Menstruationsflüssigkeit besteht aus Teilen der aufgebauten Gebärmutterschleimhaut und aus Blut. Rund 150 Milliliter Blut werden bei einer Monatsblutung von der Frau verloren. Die Menstruation kann zwischen drei und acht Tagen andauern. Mit dem ersten Tag der Menstruation beginnt sogleich ein neuer Zyklus in dem ein Ei heranreift. Diese Zyklen zwischen Heranreifen des Eis und der Monatsblutung dauern durchschnittlich 28 Tage. Aber auch Zykluslängen von 25 bis 35 Tagen werden als normal eingestuft.

Bis zur Menopause (dem endgültigen Ausbleiben der Periode) bekommen Frauen die Menstruationsblutung. Die Menopause tritt durchschnittlich zwischen dem 51. und 52. Lebensjahr ein.

Die Monatsblutung empfindet jede Frau unterschiedlich. Viele spüren fast nichts, haben keine Beschwerden und können allen Aktivitäten wie gewohnt nachgehen. Andere Frauen hingegen haben starke Monatsbeschwerden und fühlen sich in ihren Aktivitäten stark eingegrenzt.

Zu den typischen Monatsbeschwerden gehören vor allem Schmerzen im Unterbauch, welche durch die Kontraktionen der Gebärmutter ausgelöst werden, welche die Schleimhaut abstößt. Diese Schmerzen können oft bis in den Rücken ausstrahlen. Kopfschmerzen, Müdigkeit und Antriebslosigkeit gehören ebenfalls zu den Menstruationsbeschwerden.


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