Gestosen in der Schwangerschaft
29. Mai 2009 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: FrauengesundheitDer Begriff Gestosen bezeichnet bestimmte Erkrankungen, die nur während einer Schwangerschaft auftreten. Dazu zählen schwangerschaftsbedingte Krankheiten wie die Päeklampsie, die Eklampsie und das HELLP-Syndrom.
Gestosen treten meist im letzten Drittel einer Schwangerschaft auf und kennzeichnen sich durch einen erhöhten Blutdruck. Neben Bluthochdruck sind eine erhöhte Eiweißausscheidung im Urin sowie Ödeme die klassischen Symptome einer Gestose. Bluthochdruck (Hypertonie) liegt vor, wenn die gemessenen Blutdruckwerte häufig über 140/90 mmHg liegen oder einmalig über 160/100 mmHg. Von einer erhöhten Eiweißausscheidung (Proteinurie) spricht man, wenn über 300 mg/l Eiweiß pro Tag ausgeschieden werden. Festgestellt wird dies mittels eines 24-Stunden Sammelurins. Ödeme sind vermehrte Wassereinlagerunen in Händen, Füßen oder im Gesicht.
Treten alle drei der genannten Symptome bei einer Schwangeren auf, spricht man von einer Präeklampsie. Im Falle einer Eklampsie kommen noch schwere Krampfanfälle hinzu, die lebensgefährlich für die Schwangere und ihr ungeborenes Kind sein können. Das HELLP-Syndrom macht sich häufig durch starke Schmerzen im Oberbauch bemerkbar. Des Weiteren treten Übelkeit, Erbrechen und Augenflimmern auf. Die Laborwerte zeigen erhöhte Leberwerte und ein Absinken der weißen Blutkörperchen an.
Dank der Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft können Gestosen heute frühzeitig erkannt werden. Eine ausgewogene Ernährung kann dabei helfen, eine Gestose zu verhindern. In schweren Verlaufsformen kann es jedoch ratsam sein, die Geburt auch vor dem errechneten Geburtstermin einzuleiten oder einen Kaiserschnitt durchzuführen.
In der Fachliteratur finden sich neben dem Begriff Gestosen auch die Bezeichnungen „hypertensive Erkrankungen in der Schwangerschaft“, EPH-Gestose und „schwangerschaftsinduzierte Hypertonie“.
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Eklampsie, HELLP, Präeklampsie, Proteinurie, Schwangerschaft
