Bauchhöhlenschwangerschaft

6. Aug 2009 | Von | Rubrik: Frauengesundheit

Die Bauchhöhlenschwangerschaft ist eine Form der extrauterinen Schwangerschaft, das heißt, die befruchtete Eizelle hat sich außerhalb der Gebärmutter eingenistet. Der häufigste Typ der sogenannten ektopen Schwangerschaft ist die Eileiterschwangerschaft. In seltenen Fällen setzt sich die Eizelle im Gebärmutterhals oder in der freien Bauchhöhle fest.

Bei einer Bauchhöhlenschwangerschaft können zunächst alle Symptome einer normal angelegten Schwangerschaft auftreten. Dazu zählen beispielsweise das Ausbleiben der Periode, Übelkeit oder Brustspannen. Unklare, meist einseitige Bauchschmerzen, Blutungen oder ein anhaltendes Schwindelgefühl sind unter Umständen ein Hinweis auf eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter. Da eine solche Schwangerschaft aufgrund innerer Blutungen lebensgefährlich sein kann, ist es ratsam, auf schnellstem Weg ärztlichen Rat einzuholen. Durch eine Ultraschalluntersuchung sowie die Bestimmung der Höhe des Schwangerschaftshormons HCG kann eine extrauterine Schwangerschaft festgestellt beziehungsweise ausgeschlossen werden.

Eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter kann nicht ausgetragen werden. Sofern noch keine Blutungen aufgetreten sind, ist es möglich, eine Bauchhöhlenschwangerschaft durch eine medikamentöse Therapie zu beenden. Diese erfordert eine engmaschige Nachkontrolle der Blut-und Hormonwerte. Bei einer erfolglosen Medikamentenbehandlung oder Komplikationen muss die Bauchhöhlenschwangerschaft durch einen operativen Eingriff beendet werden. Die Operation wird durch einen Bauchschnitt oder eine Bauchspiegelung in Vollnarkose vorgenommen. Durch die Bauchspiegelung, bei der unter anderem eine Minikamera im Bereich des Bauchnabels eingeführt wird, kann die Lage der Schwangerschaft genau lokalisiert werden. Wenn eine Eileiterschwangerschaft vorliegt, ist es meistens notwendig, neben der Fruchtanlage den betroffenen Eileiter zu entfernen. Sollten bei einer Bauchspiegelung Schwierigkeiten auftreten, wie zum Beispiel unvorhergesehene Blutungen, ist meistens ein Bauchschnitt erforderlich. Nach der Operation muss, in Absprache mit dem Arzt, hinsichtlich Geschlechtsverkehr, körperlicher Arbeit sowie erneuter Schwangerschaft eine gewisse Schonzeit eingehalten werden.


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