Vitamine in der Ernährung
1. Sep 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Ernährung und DiätVitamine sind organische Stickstoffverbindungen, die essentiell (lebenswichtig) für den menschlichen Körper sind, weil sie für den Ablauf von Prozessen verantwortlich sind; dazu gehören unter anderem der Gewebeaufbau, die Hormonbildung und die Mechanismen des Immunsystems. Sie sind jedoch keine Energielieferanten.
Zwei Gruppen von Vitaminen werden unterschieden: die lipophilen (fettlöslichen) und die hydrophilen (wasserlöslichen) Vitamine. Diese Eigenschaften sind wichtig, da die Verbindungen so in den unterschiedlichen Milieus des Körpers wirken können. Die fettlöslichen Vitamine können außerdem im Körper gespeichert werden.
Es sind derzeit 13 verschiedene Vitamine bekannt, die meist mit Buchstaben bezeichnet werden.
Da sie, mit Ausnahme von Vitamin D, nicht durch den Stoffwechsel synthetisiert werden können, müssen Vitamine über die Nahrung aufgenommen werden. Bei einer unausgewogenen Ernährung kann es zu einem Mangel bzw. einer Überversorgung mit Vitaminen kommen. Ursachen für ungenügende Versorgung können sein: Unterernährung, gestörte Aufnahme im Darm oder eine erhöhter Vitaminbedarf (zum Beispiel in der Schwangerschaft). Ein Mangel (Hypovitaminose) oder vollständiges Fehlen (Avitaminose) führt zu Skorbut, Nachtblindheit etc. und im schlimmsten Fall zum Tod. Besonders unter Seefahrern waren solche Mangelerscheinungen früher verbreitet, da die Versorgung mit frischen Lebensmitteln nicht gegeben war. Bei einer Überversorgung (Hypervitaminose) treten Vergiftungserscheinungen auf.
Vitamine sind sehr instabil und reagieren empfindlich auf Umweltbedingungen, besonders bei Hitze werden sie schnell abgebaut.
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