Magenverkleinerung
26. Aug 2009 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Ernährung und Diät, MagenDer Mensch ist sehr suchtanfällig, da er in der Lage ist, eine große Anzahl verschiedener und oft widersprüchlicher Emotionen zu empfinden. Nur ein Bruchteil der verschiedenen Körperfunktionen kann durch das Bewusstsein gesteuert werden, der Rest läuft völlig automatisch ab und kann durch bloßen Willen meist nicht beeinflusst werden. Ebenso verhält es sich mit den Emotionen. Der Mensch kann sich nicht aussuchen was er fühlt, er ist seinen Emotionen hilflos ausgeliefert. Die Moderne hat der Menschheit jedoch gelehrt, dass man alles auf eine bestimmte Art und Weise kontrollieren kann. Schließlich spaltet der Mensch Atome und macht einen Spaziergang auf dem Mond. Aus diesem Willen heraus, etwas kontrollieren zu können, entsteht Sucht. Manche Betroffene trinken Alkohol, wenn sie sich schlecht fühlen, andere essen, um die unangenehmen Gefühle zu betäuben.
Die Ursache für starke Fettleibigkeit ist oft seelischen Ursprungs. Menschen, die gerne essen, werden zwar dick, aber nicht so sehr, als dass es lebensgefährlich wäre. Stark adipöse Patienten sind meist nur so dick, weil sie versuchen, ihre Probleme mit Essen zu lösen. Die Empfehlung einer Diät ist in solch einem Fall natürlich nutzlos. Die Betroffenen wollen zwar abnehmen, können es aber einfach nicht. Nur eine psychologische Behandlung kann die Ursache des Übergewichts aus der Welt schaffen. Meist ist es aber für eine Therapie schon zu spät. Der Patient muss möglichst schnell möglichst viel Körpergewicht verlieren, damit der Bewegungsapparat und die inneren Organe keinen Schaden nehmen.
Eine Magenverkleinerung macht dies möglich. Der Magen wird dabei operativ um mindestens 60 Prozent reduziert, das überschüssige Gewebe wird einfach entfernt. Der Patient kann anschließend meist nur noch etwa ein Viertel der gewohnten Menge an Nahrung zu sich nehmen und wird so automatisch schlanker.
Eine Magenverkleinerung sollte nur bei solchen Patienten durchgeführt werden, die wirklich lebensbedrohlich übergewichtig sind und es nicht aus eigener Kraft heraus schaffen, abzunehmen. Wer lediglich ein paar Pfunde zuviel auf den Rippen hat und einfach zu faul ist, um abzunehmen, für den ist eine Magenverkleinerung keine Option.
Bei einem solchen Eingriff arbeitet der Chirurg in der Nähe lebenswichtiger Organe, kommt es zu Komplikationen, so kann dies ernsthafte Konsequenzen für den Patienten haben. Aber auch der Magen selbst kann Schaden nehmen, in diesem Fall würde vor allem die Lebensqualität erheblich leiden. Wie bei jeder anderen Operation auch, kann es zudem zu Entzündungen innerhalb oder außerhalb des Bauchraumes kommen. Im schlimmsten Fall muss der Chirurg eine weitere Operation ansetzen, um die Ursache finden und beheben zu können.
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