Folsäure
11. Nov 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Ernährung und DiätBei Folsäure (in Deutschland und USA als Vitamin B9, weltweit als Vitamin B11 bekannt) handelt es sich um ein Vitamin, dass sowohl hitze- und lichtempfindlich als auch wasserlöslich ist.
Folsäure ist in Vollkornprodukten, grünem Blattgemüse (z. B. Spinat oder Rosenkohl), Tomaten oder auch Nüssen enthalten. Geringe Mengen Folsäure sind auch in Fleisch, Fisch und Obst zu finden.
Für den Organismus des Menschen ist Folsäure ein wichtiges Element, da sie eine primäre Rolle bei der Zellteilung spielt. Vor allem während der Schwangerschaft ist eine ausreichende Zufuhr von Folsäure deshalb wichtig, denn sie ist zur Replikation der DNA notwendig. Bei Erwachsenen ist sich wichtig für Zellen, die sich teilen, wie zum Beispiel die des Knochenmarks.
Gegenüber Licht (vor allem UV-Licht), Sauerstoff und Hitze ist Folsäure empfindlich, in Wasser löst sie sich geringfügig auf. Unter diesen Gesichtspunkten sollten Lebensmittel mit Folsäure dementsprechend gelagert und auch zubereitet werden.
Ein Folsäuremangel verursacht bei Menschen eine Blutarmut. Der Mangel an Folsäure kann dabei durch Leber- oder Dünndarmerkrankungen verursacht werden oder ist eine Folge von übermäßigem Alkoholkonsum.
Bei Embryonen kann ein Mangel an Folsäure zu Neuralohrdefekten führen und eine Frühgeburt hervorrufen. Effektiv wirkt sich die Einnahme von Folsäure allerdings nur aus, wenn sie schon vor Beginn, spätestens jedoch in den ersten vier Wochen der Schwangerschaft eingenommen wird.
Auch bei Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems ist eine ausreichende Folsäurezufuhr von großer Bedeutung, um das kardiovaskuläre Risiko zu senken.
Nach RDA liegt die empfohlene Tagesdosis bei 200 µg. Um einer Arteriosklerose vorbeugen zu können, sind für Erwachsene 600 µg empfehlenswert, Schwangere und stillende Mütter sollten sogar 800 µg einnehmen.
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