Fette in der Ernährung

14. Nov 2008 | Von | Rubrik: Ernährung und Diät

Fett ist als Nahrungsmittel für Menschen unverzichtbar. Diese Fette werden entweder während des Stoffwechsels verbrannt oder aber als Speicherfett im Gewebe angelagert. Letzteres sorgte bei den Urmenschen vor allem im Winter dafür, dass sie trotz verminderter Nahrungsaufnahme überleben konnte. Fett wird zudem aber auch als Bestandteil von Zellmembranen sowie für den Aufbau verschiedener wichtiger Substanzen, zum Beispiel von Hormonen, benötigt. Auch kann Fett die Organe vor Verletzungen sowie vor Wärmeverlust schützen.

Auf Fette in der Ernährung kann somit kaum ein Mensch verzichten. Da zu viel Fett jedoch auch dick machen kann, empfiehlt Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Fett auf 25-30% des gesamten Energiebedarfs pro Tag zu begrenzen. Dies bedeutet, dass ein Erwachsener bei einem Gesamtkalorienbedarf von etwa 2.000 kcal etwa 55-65 Gramm Fett in der Ernährung verzehren dürfte.

Diese Menge erscheint auf den ersten Blick recht viel, doch die meisten Menschen beachten Fette in der Ernährung nur dann, wenn diese augenscheinlich vorhanden sind, zum Beispiel beim Schinken oder beim Steak. Doch es gibt noch viel mehr Fette in der Ernährung, die nicht so leicht zu erkennen sind.

Gerade diese versteckten Fette sorgen dafür, dass immer mehr Menschen in Deutschland mit Übergewicht zu kämpfen haben. Bereits viele Kinder sind heute übergewichtig, was zum einen auf versteckte Fette in der Ernährung, zum anderen aber auch auf mangelnde Bewegung zurückzuführen ist. Während früher Ballsportarten an der Tagesordnung sind, steht in der heutigen Wohlstandsgesellschaft in der Eigentumswohnung in Berlin eher eine Sony Playstation vor einem LCD-TV oder Plasma-TV. Wer so bereits in jungen Jahren zu viel Fett ist und sich zu wenig bewegt, braucht sich über Altersvorsorge durch Riester oder Rürup wohl keine Gedanken mehr zu machen…

Doch es geht auch anders: Beim Einkaufen sollten die Nährwerttabellen, die mittlerweile auf nahezu allen Produkten aufgedruckt sind, beachtet werden. Daraus lässt sich ziemlich genau entnehmen, wie viel Kalorien, wie viel Fett etc. im jeweiligen Lebensmittel enthalten. Wer die Billigflüge von heute schon einmal genutzt hat, um günstig nach Amerika fliegen zu können, der hat in Starbucks und Co dann auch festgestellt, dass dort auf Essen und Getränken häufig sogar nicht nur die Kalorien an sich, sondern auch die “Calories from fat” ausgewiesen werden.

Fette in der Ernährung spielen aber auch beim allgemeinen Gesundheitszustand eine Rolle, denn man unterscheidet drei verschiedene Arten von Fetten. Dies sind zum einen die gesättigten Fette, die in nahezu allen Nahrungsfetten enthalten sind. Sie sollten möglichst gemieden werden, denn sie können den Cholesterinspiegel erhöhen und somit die Gesundheit gefährden. Einfach ungesättigte Fettsäuren hingegen sind vor allem in pflanzlichen Fetten enthalten und wirken sich günstig auf den Cholesterinspiegel aus. Noch positiver sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die oft auch als essentielle, also lebensnotwendige Fettsäuren bezeichnet werden. Sie können den Cholesterinspiegel sogar senken. Die Fette in der Ernährung sollten demnach vor allem aus mehrfach ungesättigten Fetten bestehen.





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