Diät | Lebensweise oder Reduktionsdiät?

6. Mai 2010 | Von | Rubrik: Ernährung und Diät

Das Wort „Diät“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet ursprünglich „Lebensweise“. Unter einer Diät versteht man auch heute noch eine besondere Art der Ernährung, die dazu dient bei verschiedenen Krankheiten zur Genesung beizutragen. Beispiele für solche Diäten sind die Schonkost, die glutenfreie Ernährung bei Zöliakie oder die purinarme Ernährung bei Gicht. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird die Diät jedoch mit der Reduktionsdiät gleichgesetzt. Diäten werden eingehalten, um Gewicht zu reduzieren, um abzunehmen. Im Folgenden geht es allein um die Diät als Schlankheitskost.

Die verschiedenen Diätformen

Das Ziel einer Schlankheitskost ist durch die reduzierte Zufuhr von Kalorien eine Gewichtsabnahme zu erreichen. Manche Diätformen möchten dies auch allein durch Stoffwechsel-Veränderungen erreichen.
Diäten sind Moden unterworfen. In regelmäßigen Abständen erscheinen neue Diäten und in nur wenigen Bereichen sind sich Wissenschaftler und Ernährungsexperten so wenig einig wie in der Frage, wie man am besten abnehmen kann. Dementsprechend unterschiedlich und widersprüchlich sind auch die einzelnen Diäten. Während manche vor allem auf den Verzicht von Fett setzen, propagieren andere den Verzicht auf Kohlehydrate. Es gibt allerdings nur wenige Diäten, die wissenschaftlich überprüft sind. Einige Diäten werden von Ärzten sogar als gesundheitsschädlich eingeschätzt. Dazu zählen vor allem Extremdiäten, bei denen die ausreichende Versorgung des Körpers mit Nährstoffen nicht gewährleistet werden kann und es zu Mangelerscheinungen kommt. Beispiele für solche Extremdiäten sind das Fasten, die Reis-Diät, die Rohkost-Diät und viele andere.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt grundsätzlich Reduktionsdiäten, wenn überhaupt, nur unter ärztlicher Aufsicht und nur für kurze Zeit durchzuführen. Als gesünder und erfolgreicher wird eine dauerhafte Ernährungsumstellung in Kombination mit mehr Bewegung empfohlen.

Grundsätzliche Probleme von Diäten

Jeder, der selbst einmal versucht hat, mit einer Diät ein paar Kilogramm abzunehmen, kennt die Probleme, die damit einhergehen. Zum einen muss während einer Diät sehr diszipliniert gelebt werden. Bestimmte Nahrungsmittel sind bei den meisten Diäten verboten. Essen ist jedoch eine sehr emotionale Angelegenheit. Für die meisten Menschen ist es sehr schwer, eine Diät dauerhaft durchzuhalten. Zudem führt eine Diät häufig dazu, dass sich die Gedanken nur noch um das Thema Essen drehen. Dadurch bekommt man erst recht Appetit auf die verbotenen Speisen. Eine Diät führt zudem zu sozialen Schwierigkeiten. Gemeinsame Speisen mit der Familie und mit Freunden werden kompliziert, bei Einladungen muss man sich zurückhalten.

Ein weit aus größeres Problem ist das Phänomen, das allgemein als „Jo-Jo“ Effekt bekannt ist. Werden über einen längeren Zeitraum weniger Kalorien als üblich verzehrt, hat dies Auswirkungen auf den Stoffwechsel. Der Körper reagiert auf diese „Notsituation“ indem er seinen Energiebedarf senkt. Deswegen kommt es zum einen früher oder später zu einem Abnahmestopp, zum anderen nehmen Diätwillige, wenn sie nach der Diät wieder normal essen, häufig schnell wieder zu.


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