Tuina-Therapie

www.medizin-blog.net am 24. Nov 2010 | Rubrik: Behandlungsmethoden

Tuina ist eine Heilmassage, die in der Traditionellen Chinesischen Medizin eine wichtige Rolle spielt. Die Behandlungsform ist die eines Meridiansystems. Die Grundtechniken sind das Drücken und Streichen des zu behandelnden Körpers. Aus diesen vereinfachten Techniken wurden im weiteren Verlauf verschiedene neue Massagetechniken entwickelt wie das Greifen, Kneten und Schieben.

Im Vordergrund steht die energetische Entwicklung des Patienten. Dazu wird der Patient von einem in der TCM etablierten Arzt untersucht. Jener kann erkennen, welches Organ von einer Störung betroffen ist. Durch die anzuwendende Massagetechnik TUINA soll erreicht werden, dass im Idealfall eine Schmerzlinderung eintritt.

In der Tuina-Therapie werden Patienten mit Muskelverspannungen, Wirbelsäulenproblemen und Gelenkschmerzen behandelt. Weitere Beschwerden wären chronische Schmerzzustände, Magen-und Darmerkrankungen, Atembeschwerden, Asthma und Nieren-Blasenerkrankungen, die es zu therapieren gilt.

Tuina (© Valua Vitaly / Fotolia)

Tuina (© Valua Vitaly / Fotolia)

Es werden die Akupunkturpunkte entlang der Meridiane mit den Händen und Ellenbogen stimuliert. Nach einer lockeren Basismassage setzt eine kräftige ein. Der Körper beginnt mitunter zu vibrieren. Er beginnt in Bewegung zu kommen. Menschen mit Energiefülle erhalten eine kraftvolle Griffetechnik, damit zu viel Fülle nach außen abgegeben werden kann. Haben Personen jedoch eine Energieleere vorzuweisen, beginnt der Therapeut mit einer sanften Massage von außen nach innen, damit Energien neu gebündelt werden können. Spezielle Techniken in Verbindung mit der Chiropraktik werden angewendet, wenn der Patient Beschwerden im Bewegungsapparat aufweist. Die Muskulatur muss gelockert und die Wirbelsegmente wieder ihren richtigen Lageplätzen zugeordnet werden.

Behandlungserfolge können durchaus nach zwei bis drei Anwendungen erzielt werden. Hier kommt es auf die Schwere der Erkrankung an und die Position der Energie, in der sich der Patient befindet. Man verspricht sich bei mehreren Anwendungen eine Verbesserung der Lebenslage und eine Linderung des Schmerzzustandes. Im Idealfall kann erreicht werden, dass sich die Energien durch die Tuina-Therapie im menschlichen Körper ins Gleichgewicht versetzen. Durch die Grifftechniken Schieben und Streichen, Vibrieren und Kreisen, Klatschen und Klopfen, Drücken und Reiben, Kneten und Greifen, Zwicken und Zirkeln je nach Bedarf wird der Patient je nach Beschwerde in einen aufgelockerten Zustand versetzt. Die Tuina-Therapie ist durchaus sehr empfehlenswert für Patienten mit chronischen Schmerzen in mehrfacher Anwendung.




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