Sterilisation

13. Feb 2009 | Von | Rubrik: Behandlungsmethoden

Die Sterilisation ist ein operativer Eingriff zur dauerhaften Unfruchtbarkeit von Mann oder Frau. Beim Mann wird der Samenleiter durchtrennt (Vasektomie) und abgebunden. In den meisten Fällen wird die Sterilisation ambulant unter lokaler Betäubung vom Chirurg oder Urologen durchgeführt. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten. Durch einen kleinen Einschnitt rechts und links am Hodensack werden die Samenleiter freigelegt. Ein kleines Stück wird aus den Samenleitern herausgetrennt und abgebunden oder mittels Hochfrequenzstrom verschweißt. So können die Spermien aus den Hoden nicht mehr in den Penis transportiert werden und gelangen nicht mehr ins Ejakulat. Allerdings ist der Mann nach dem Eingriff nicht sofort steril. Erst ein bis zwei Monate später und nach zwei Untersuchungen des Ejakulats bestätigt der Arzt die Sterilität. Risiken und Nachblutungen nach der Sterilisation treten selten auf. Einige Zeit kann im Bereich des Hoden Schmerzen auftreten.

Die Sterilisation der Frau (Tubenligatur) kann mit verschiedenen Methoden durchgeführt werden. Verschweißen der Eileiter durch Hitze, Durchtrennen der Eileiter oder Verschließen der Eileiter durch eine Klammer. Bei allen Methoden ist es nicht mehr möglich, dass ein Ei durch die Eileiter in die Gebärmutter gelangt.

Der Eingriff kann in zwei verschiedenen Verfahren durchgeführt werden: Die Laparoskopie ist das häufigst verwendete Verfahren. Hier wird der Unterleib mithilfe eines harmlosen Gases aufgebläht. Das Laparoskop wird durch einen kleinen Schnitt, in den Unterleib, zu den Eileitern geführt. Durch Kamera und Licht kann der Eileiter durchtrennt, verschweißt oder verschlossen werden.

Die Mini Laparotomie ähnelt der Laparoskopie. Sie wird nach der Geburt durchgeführt. Da der Unterleib noch vergrößert ist, braucht der Arzt kein Sichtgerät.

Es treten nach dem Eingriff in der Regel keine Beschwerden auf. Der Hormonhaushalt ist nicht beeinträchtigt.

Nach erfolgreicher Sterilisation von Mann oder Frau ist es schwer bis unmöglich den Eingriff wieder rückgängig zu machen. Die Möglichkeit der Refertilisation besteht in manchen Fällen, allerdings ist der Eingriff sehr aufwendig und nicht hundertprozentig erfolgreich. Ebenso müssen die Kosten selbst getragen werden. Sie liegen zwischen 2000 und 5000 EUR, was mancher nur mit Kredit finanzieren kann.


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