Staroperation

13. Jan 2009 | Von | Rubrik: Augen, Behandlungsmethoden

Als Katarakt bezeichnet man die Eintrübung der Augenlinse, die angeboren oder erworben sein kann. Meist entwickelt sich ein grauer Star mit zunehmenden Alter, der auch als Altersstar bezeichnet wird. Die Patienten können ihre Umgebung nur noch wie durch einen Schleier wahrnehmen. Mit zunehmender Eintrübung ist eine Augenoperation unumgänglich, um das Sehvermögen wieder herzustellen.

Die einzige Form zur Therapie des Grauen Stars ist die Staroperation mit Entfernung der eingetrübten Linse und Implantation einer künstlichen Linse. Bei der Operation, die meist ambulant ausgeführt wird, wird die getrübte Linse mittels Ultraschall verflüssigt und entfernt. Anschließend wird in den leeren Kapselsack eine Kunststofflinse aus Acrylat oder Silikon eingesetzt. Die Kunststofflinsen sind mit kleinen Bügeln ausgestattet, so dass sich die Linse beim Einsetzen selbständig entfalten und die korrekte Position einnehmen kann. Damit ist der sichere Halt der Kunstlinse gewährleistet.

Hatte der Patient vor der Operation außer dem Katarakt noch eine Fehlsichtigkeit, so kann diese gleichzeitig mit der Staroperation behoben werden. Dazu werden multifokale Linsen implantiert. Multifokale Linsen garantieren im Nah- und Fernbereich ein gutes Sehvermögen, so dass nach der Staroperation nur noch eine schwache Lesebrille oder gar keine Brille mehr erforderlich ist. Auch astigmatische Linsen für Patienten mit Hornhautverkrümmung werden heute bereits verwendet. Intraokulare Linsen gibt es auch mit einem eingearbeiteten UV-Schutz.





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