Mesotherapie

Nov 30th, 2009 | Von medizin-blog.net | Medizin & Gesundheit | Rubrik: Behandlungsmethoden

Medikamente, die dem Körper zugeführt werden, belasten den Organismus und können insbesondere bei langfristiger Einnahme, zum Beispiel bei chronischen Schmerzpatienten, zu negativen Nebenwirkungen und Schäden an Magen, Leber und Niere führen. Eine effektive Arzneimitteltherapie beinahe ohne Risiken und Nebenwirkungen für den Organismus verspricht die Mesotherapie.

Die vor über 50 Jahren in Frankreich entwickelte Mesotherapie gilt in seiner Heimat als offizielle ärztliche Fortbildung. Seitdem setzt sie sich immer mehr als schonende und effektive Methode bei verschiedenen Beschwerden durch. Die Mesotherapie verbindet die Arzneimitteltherapie mit Grundsätzen der Akupunktur und der Neuraltherapie, wobei das Heilpotenzial der Haut genutzt wird. Seit Anfang der 1980er Jahre wird diese junge Disziplin auch in Deutschland, allerdings nur von wenigen Ärzten praktiziert, da diese Methode in Deutschland medizinisch nicht anerkannt ist. Als sanfte, häufig als wirksam versprochene medizinische Methode ist die Anwendung der Mesotherapie nur Ärzten und Heilpraktikern vorbehalten. Mittels multipler Mikroinjektionen mit einer speziellen Mesotherapiepistole oder feinen Nadeln werden Medikamentenmischungen in extrem geringer Dosierung in die Haut, möglichst nahe an der Stelle der Erkrankung eingebracht. Die Behandlung ist schnell, oft anhaltend wirksam und soll bei richtiger Anwendung nahezu keine Nebenwirkungen für den Patienten haben.

Nach gründlicher ärztlicher Untersuchung und Befragung wird die Indikation zur Mesotherapie-Behandlung gestellt. Bei der Behandlung werden sterile Materialien und bewährte Medikamentenmischungen auf der Grundlage eines Lokalanästhetikums verwendet. Die verwendeten Arzneimengen bleiben aufgrund des Einsatzes in der unmittelbaren Nähe des krankhaften Prozesses im Mikrodosisbereich, was für die Verträglichkeit sehr gut ist. Auch bei chronischen und hartnäckigen Schmerzzuständen oder Leiden sollen dank synergistischen Effekten bei dieser Art des Verfahrens Erfolge erreicht werden, auch in therapieresistenten oder “ausbehandelten” Problemfällen. Das wichtigste Prinzip der Mesotherapie heißt also: Wenig, selten und an der richtigen Stelle.

Die Mesotherapie findet ihre Anwendung bei den verschiedensten akuten und chronischen Beschwerden, in der Prävention, sowie im kosmetischen Bereich und bei der Rauchentwöhnung. Abhängig von dem Fall reichen aufgrund der Langzeitwirkung häufig 2 bis 3 Sitzungen im Abstand von 1 bis 4 Wochen aus, um ein stabiles und dauerhaftes Ergebnis zu erzielen. Die Wirkstoffe wirken nur lokal, was die Behandlung besonders schonend macht. Somit eignet sich die Mesotherapie zum Beispiel auch für Schwangere und Kinder. Die verwendeten Nadeln sind äußerst kurz und dünn, wodurch die Behandlung fast schmerzfrei ist. Typische Anwendungsbereiche sind unter anderem:

• Rheumatische Krankheiten und Arthrosen • Durchblutungs- und Wundheilungsprobleme • Überlastungsschäden und Sportverletzungen, z.B. Sehnenscheidenentzündungen • Migräne, Kopfschmerzen, Schwindel und Tinnitus • Stress, Erschöpfungszustände, Schlafstörungen • Chronische Infekte, Abwehrschwäche und Heuschnupfen

Außerdem wird diese Methode im Anti-Aging und in der ästhetischen Medizin bei der Behandlung von Cellulitis, Fältchen, übermäßigem Schwitzen und Haarausfall erfolgreich eingesetzt. Dabei werden überwiegend natürliche Wirkstoffe verwendet.



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