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Maitland-Therapie

www.medizin-blog.net am 18. November 2010

Die Maitland-Therapie ist eine Form der Physiotherapie, die auf die Untersuchung und Behandlung spezifischer Probleme und Schmerzen im menschlichen Bewegungsapparat abzielt. Sie ist ein Teilbereich der manuellen Therapie, der 1964 durch den Australier Geoffrey D. Maitland entwickelt wurde und der seit den 90er Jahren auch in Deutschland immer populärer wurde. Diese Popularität begründet sich unter anderem auch in der ganzheitliche Perspektive, die von der Maitland-Therapie propagiert wird. Die Behandlung beginnt jeweils mit einer ausführlichen Befragung bezüglich der Beschwerden des Patienten, um schließlich in einer eingehenden Analyse den geschilderten Problemen auf den Grund zu gehen. Das Konzept geht dabei davon aus, dass die Schmerzen in einem Körperbereich grundsätzlich im Zusammenhang mit dem gesamten Bewegungsapparat gesehen werden müssen. So soll ein starker Schulterschmerz seine Ursache etwa auch in einem Wirbelsäulenproblem haben können.

Maitland-Therapie am Knie (© lunamarina - Fotolia.com)

Maitland-Therapie am Knie (© lunamarina – Fotolia.com)

Die Untersuchung und die Behandlung wird beim Maitland-Konzept durch manuelle Techniken und im weiteren Verlauf auch durch sportliche Übungen durchgeführt. Dabei soll zunächst das jeweilige Problem genau lokalisiert und anschließend differenziert behandelt werden. Die erfassten Störungen werden anschließend durch Methoden der Gelenkmobilisation behoben. Zu diesen Methoden zählen zum Beispiel Dehn- und Kräftigungsübungen für den Muskel und Strategien um die Beweglichkeit des Nervengewebes zu erhöhen. Langfristige Behandlungserfolge sollen erzielt werden, indem der Patient über die Zusammenhänge und Entstehungsursachen seines Schmerzproblems aufgeklärt und mit ganzheitlichen Lösungsstrategien versorgt wird. So können zum Beispiel schädliche Bewegungsabläufe im Alltagsleben des Patienten entlarvt und “umtrainiert” werden, so dass die Auslöser von Fehlhaltungen etc. langfristig vermieden werden können.

Die Maitland-Therapie wird bei allen Wirbelsäulen- und Gelenkproblemen, die bewegungs- und haltungsabhängig sind, angewendet. Behandelt werden also unter anderem Beschwerden der Nacken- und Halswirbelsäule, generell Schmerzen im Rückenbereich, Kniegelenkschmerzen, Fußschmerzen, auch im Zusammenhang mit Bänderrissen oder auch Ellenbogenprobleme, wie der sogenannte “Tennisarm”. Zu den Indikationen für eine manuelle Therapie zählen außerdem Arthrose und Nervenirritationen, wie etwa Taubheitsgefühle in den Händen, Gesichts- oder Kopfschmerzen.

Wichtig für den Behandlungserfolg soll auch eine ausführliche Begleitung des Patienten sein, damit der Erfolg der Therapie überwacht, Behandlungsstrategien gegebenenfalls angepasst und künftige Problembereiche rechtzeitig ausfindig gemacht werden können.

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