Künstliche Befruchtung

3. Feb 2009 | Von | Rubrik: Behandlungsmethoden, Frauengesundheit

Eine künstliche Befruchtung wird nur dann in Betracht gezogen, wenn die Fortpflanzung auf natürlichem Wege nicht möglich ist. In Deutschland müssen bei der künstlichen Befruchtung strenge gesetzliche Bestimmungen eingehalten werden. Bei einer künstlichen Befruchtung gibt es vier verschiedene Methoden. Die jeweilige Methode ist abhängig von der Ursache, weshalb auf natürlichen Weg keine Schwangerschaft möglich ist.

1. Insemination
Die Anwendung dieser Variante erfolgt, wenn die Spermaqualität oder Samenmenge des Mannes nicht ausreichend ist oder bei der Frau eine Unfruchtbarkeit vorliegt. Bei der Insemination werden die Samenzellen mittels einer Spritze direkt in die Gebärmutter, in den Eileiter oder den Gebärmutterhals gegeben. Dabei wird wenn möglich der Samen vom Ehemann oder eines anonymen Spenders verwendet.

2. In-Vitro-Fertilisation
Hierbei erfolgt die Entnahme von befruchtungsfähigen Eizellen der Frau. Die Befruchtung erfolgt in einem Reagenzglas, indem die Eizellen in eine Nährlösung zusammen mit den Samenzellen gegeben werden. Nach etwa 40 bis 50 Stunden werden dann in die Gebärmutterhöhle die befruchteten Eizellen eingesetzt.

3. GIFT-Methode
Direkt in einen oder beide Eileiter werden die Samen- und Eizellen gespritzt. Die Befruchtung muss dann von selbst erfolgen. Diese Methode wird nicht sehr oft angewendet. Sie findet insbesondere Anwendung bei Frauen mit Endometriose oder bei Unfruchtbarkeit mit unbekannter Ursache.

4. Mikroinjektion
Eine Samenzelle wird mittels der Mikroinjektion in das Innere einer Eizelle gegeben. Diese Methode ist für einige Männer leider die einzige Möglichkeit auf ein eigenes Kind.


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