Krankengymnastik
www.medizin-blog.net am 4. Nov 2010 | Rubrik: Behandlungsmethoden, Fitness, Sport, TrainingDie Krankengymnastik (KG) ist auch unter dem Namen Physiotherapie bekannt und gehört zu den aktiven Behandlungsformen. Bei der Krankengymnastik wird der Patient vom Physiotherapeuten angeleitet, bestimmte Übungen nach Anleitung durchzuführen. Ziel der Krankengymnastik ist es, die Beschwerden als auch die Funktionseinschränkungen des Patienten zu verbessern. Die einzelnen krankengymnastischen Übungen orientieren sich hierbei an den anatomischen, physiologischen und kognitiven Gegebenheiten. Die Krankengymnastik dient u.a. der Prävention, der Wiederherstellung, der Erhaltung sowie der Förderung der Gesundheit.
Der Bedarf von Krankengymnastik wird vom Arzt festgestellt, welcher dem Patient ein Rezept über die Anwendungen ausstellt. Die KG wird auch als therapeutischer Sport bezeichnet, dient sie u.a. doch der Mobilisierung der Extremitäten, der Kräftigung der Muskulatur und der Koordinierung von Bewegungsabläufen. Krankengymnastik wird oftmals in Verbindung mit anderen Therapien angeordnet. Die Krankengymnastik umfasst auch passive Einheiten. Hierbei bewegt der Physiotherapeut den Körper des Patienten. Dies geschieht häufig bei bettlägerigen Patienten.

Krankengymnastik (© Peter Atkins, Fotolia)
Die Kranken-Gymnastik ist jedoch nicht nur für den Bewegungsapparat zuständig, sondern auch für die sog. inneren Erkrankungen. Zusammen mit dem Therapeuten werden auch Atemübungen durchgeführt, welche vor allem für Lungen- und Asthmakranke von großer Bedeutung sind, da diese Übungen auf eine gezielte Entkrampfung der Atemmuskulatur hinarbeiten. Ein wichtiges Tätigkeitsfeld der Krankengymnatik ist auch die Behandlung von neurologischen Störungen wie z.B. bei einem Schlaganfall, Polyneuropathien oder auch bei der Parkinson-Krankheit.
Ein weiterer Anwendungsbereich der Krankengymnastik ist die sog. „Rückenschule“, zu der auch diverse orthopädische Erkrankungen zählen. Hierbei wird den Patienten das rückengerechte Stehen, Sitzen und Liegen beigebracht. Der Rücken ist einer der anfälligsten Bereiche des Körpers und viele Schmerzen und Schäden an der Wirbelsäule entstehen aufgrund von falscher Körperhaltung. Die Rückenschule ist sowohl für die gesunden als auch für die kranken Patienten geeignet. Der orthopädische Bereich der KG umfasst Therapien für Bandscheibenvorfälle, Skoliose sowie anderen Fehlstellungen des Bewegungsapparates. Der Bewegungsapparat kann jedoch auch durch rheumatische Erkrankungen beeinträchtigt sein. Durch gezielte physiotherapeutische Übungen kann man den Krankheitsverlauf verlangsamen.
Wer Krankengymnastik anwendet, wird hierbei vom Therapeuten bei den Übungen nur angeleitet. Die regelmäßige Ausführung der KG muss der Patient im Alleingang zuhause bewältigen. Damit die Krankengymnastik auch einen optimalen Erfolg erzielen kann, bedarf es einer täglichen Durchführung der Übungen. Krankengymnastik ist eine dauerhafte Anwendung, welche auch in Gruppen durchgeführt werden kann.
Lesen Sie dazu jetzt weiter bei Medizin-Blog.net:
Mehr zu den Schlagwörtern dieses Artikels:
Krankengymnastik, Physiotherapie
