Katarakt Operation
6. Okt 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Augen, BehandlungsmethodenDie Katarakt, auch als Grauer Star bekannt, ist eine Trübung der Augenlinse, die die Sehschärfe stark beeinträchtigt und im fortgeschrittenen Stadium fast zur Erblindung führen kann. Diese Erkrankung ist in den meisten Fällen Folge der Linsenalterung, weshalb die Katarakt etwa 99 Prozent aller Personen über 65 Jahre betrifft.
In Deutschland unterziehen sich jährlich ca. 600.000 Menschen einer Operation, um den Grauen Star zu behandeln. Das Prinzip eines solchen operativen Eingriffes ist dabei “einfach” und stets dasselbe: Die getrübte Linse wird entfernt und durch eine künstliche Linse, eine sogenannte Intraokularlinse, ersetzt. Beim Großteil der Eingriffe kommt die sogenannte Phakoemulsifikation zur Anwendung, bei der eine Kataraktoperation mit Linsenkernverflüssigung vorgenommen wird. Hierbei wird die Hornhaut des Auges durch einen winzigen Schnitt geöffnet und ein kleines Stück der Linsenhülle (Kapselsack) entfernt. Anschließend wir der Linseninhalt mit Hilfe eines speziellen Ultraschallgerätes zerkleinert und mit einem Saugspülgerät entfernt. Abschließend wird die künstliche Ersatzlinse durch die winzige Öffnung in den Kapselsack eingesetzt und fixiert. Die Operation hinterlässt gewöhnlich keine Narben, da der Schnitt so klein ist, dass er nicht durch eine Naht geschlossen werden muss.
Bei einer Katarakt im weit fortgeschrittenen Stadium, bei der eine Verflüssigung des Linsenkerns aufgrund eventueller Verhärtung nicht mehr möglich ist, ist die sogenannte Kataraktoperation mit Kernexpression in einer Augenklinik erforderlich. In diesem Fall erfolgt ein etwas größerer Schnitt (ca. 9-11 mm), um anschließend die Linse vollständig entfernen zu können. Zum Schluss wird die Kunstlinse eingeschoben und der Schnitt mit einer feinen Naht verschlossen.
Die Kataraktoperation dauert bei einem erfahrenen Operateur gewöhnlich 20 bis 30 Minuten und zählt zu einem der risikoärmsten operativen Eingriffen überhaupt, wobei Komplikationen wie Nachblutungen oder Infektionen nie hundertprozentig ausgeschlossen werden können.
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