Hämodialyse
29. Dez 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Behandlungsmethoden, NierenDie Hämodialyse ist eine Form der Blutreinigung (deutsch etwa “Blutwäsche”). Das im Körper transportiert Blut wird bei gesunden Menschen (und auch Tieren) durch die Nieren gefiltert. Die hierbei ausgesonderten Giftstoffe werden hernach über den Urin ausgeschieden. Nicht mehr funktionstüchtige Nieren führen daher zum Tod des Patienten durch innere Vergiftungserscheinungen.
Bei einer Hämodialyse wird der Blutkreislauf des Patienten oder der Patientin an eine künstliche Niere außerhalb des Körpers angeschlossen. Diese künstliche Niere übernimmt die normale Nierenfunktion und reinigt das Blut des Patienten. Die Hämodialyse ist ein seit langem erfolgreiches Verfahren, ist jedoch für den Patienten mit erheblichen Einschränkungen etwa in Bezug auf seine Mobilität verbunden. Die etwa wöchentlich stattfindende Blutwäsche, die mit einer kleinen Operation zum Anschluss der künstlichen Niere an den Blutkreislauf einhergehen muss, macht es vielen Patientinnen und Patienten dazu schwer möglich, einer geregelten Arbeit nachzugehen.
Abhilfe verspricht hier meist nur eine Nierentransplantation, doch kann es Jahre dauern, bis ein geeignetes Spenderorgan zur Verfügung steht. Bis dahin bleibt die Hämodialyse das häufigste Verfahren zur Blutwäsche.
Eine andere Variante der Dialyse ist die so genannte Peritonealdialyse, die ohne künstliche Niere auskommt. In diesem Fall wird das Bauchfell des Patienten als Membran zur Ausscheidung der giftigen Stoffe genutzt.
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