Gesprächstherapie
28. Aug 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: BehandlungsmethodenAls Gesprächstherapie wird eine Form der Psychotherapie bezeichnet, bei der das Gespräch mit dem Patienten im Vordergrund steht. Die zu therapierende Person steht im Zentrum der Behandlung. Es existieren verschiedene Bezeichnungen für die Gesprächstherapie: Gesprächspsychotherapie, non-direktive oder personzentrierte Psychotherapie. Begründet wurde die Gesprächstherapie durch C. R. Rogers, einem amerikanischen Psychologen, der diese Methode ca. 1942 einführte.
Die Theorie der Gesprächstherapie ist humanistisch und betrachtet somit jeden Menschen als einzigartiges Individuum, das den Drang hat sich selbst zu verwirklichen. Sie besagt, dass durch die Unterdrückung bestimmter Gefühle, seelische Störungen verursacht werden. Weiterhin sind Gefühle sehr eng mit Erfahrungen verbunden. Der Patient muss sich während der Gesprächstherapie mit solchen unterdrückten Gefühlen auseinandersetzen, ohne dass sich der Therapeut einmischt oder Interpretationen des Gehörten gibt, da, laut Rogers, diese dem Patienten Angst machen würden. Der Therapeut nimmt folgende Haltungen gegenüber dem Patienten ein: Empathie (Nachvollziehen der Gefühle und Gedanken), Wertschätzung (eine grundlegend positive Einstellung) und Kongruenz (Echtheit der Reaktion auf das Gesagte).
In der Regel macht der Therapeut keine Vorgaben über die Themen in den Sitzungen etc. Es soll sich ein Vertrauensverhältnis zwischen Therapeut und Patient entwickeln, das es dem Patienten erleichtert über Gefühle zu sprechen. Während der Gesprächstherapie soll der Patient eigene Bedürfnisse erkennen und herausfinden, was für ihn das Beste ist.
Die Gesprächstherapie kann sowohl als Einzel- als auch als Gruppensitzung erfolgen.
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