Fettabsaugung
31. Aug 2009 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Behandlungsmethoden, SchönheitschirurgieDas heutige Schönheitsideal gibt vor allem eine dünne und schlanke Linie vor, welche teils kontrovers zu den natürlichen weiblichen Formen steht. So werden die naturgemäß breiteren Oberschenkel oftmals bei bereits normalgewichtigen Frauen als zu dick empfunden. Es dürfte auf der Hand liegen, welch psychische Belastungen auf schwergewichtigen Frauen in Hinblick auf ihren Bauch und Beinbereich lastet. Eine Möglichkeit der lokalen einschneidenden Veränderung der Fettreserven ist die Fettabsaugung. Diese verändert, im Gegensatz zum klassischen Abnehmen, nicht den Fettanteil des Körpers homogen verteilt, sondern stark lokal. So ist eine schnelle und starke Fettreduktion einer bestimmten, als Problemzone empfundenen, Körperpartie möglich.
Die klassische Variante der Operation selbst ist die sogenannte Tumeszenzanästhesie. Bei dieser wird zunächst ein bis zu mehren Litern umfassendes Gemisch in die entsprechende Körperregion gespritzt. Dieses wiederum besteht aus einer Mischung, welche sich aus sterilem Wasser, Betäubungsmittel, Natriumcarbonat und Kortison zusammensetzt. Durch die Spritzung dieser Mischung werden prinzipiell 2 Ziele verfolgt. Zum einen soll eine lang anhaltende Betäubung gewährleistet sein, welche Schmerzen während und direkt nach der OP sicher ausschließt. Zum anderen soll sich das betroffene Fettgewebe mit dieser Flüssigkeit vollsaugen, wonach es schneller, einfacher und effektiver entfernt werden kann. Damit diese Flüssigkeit tatsächlich vom Fettgewebe aufgenommen wird, muss einige Zeit, maximal 1 Stunde, gewartet werden. Nun werden durch vorher geschnittene Öffnungen Kanülen verlegt, welche das Fettgewebe, nicht aber Venen und weitere organische Einheiten die Blutversorgung betreffend, langsam absaugen. Die Kanülen werden nach diesem Prozess entfernt, die Wunden versorgt und ein Kompressionsmieder angelegt.
Während die eben genannte Variante auf automatisch arbeitende Kanülen basiert, stellt die Liposkulpur eine Maßnahme dar, bei welcher manuell geführte Spritzen zum Einsatz kommen. Welche Methode die effektivere und im Endeffekt schonender für den Patienten ist, gilt als umstritten.
Natürlich impliziert ein derartiger chirurgischer Eingriff auch ein gewisses Spektrum an Risiken. So stellt zunächst die Narkose selbst ein Gefahrenpotential dar, da es bei dieser gelegentlich zu Komplikationen mit der Verträglichkeit des Patienten kommt. Des Weiteren ist im Laufe des Eingriffes das Auftreten von Blutungen möglich, welche bei einer Nichtbehandlung, beispielsweise im Falle eines schlicht nicht bemerkens, starke gesundheitliche Beeinträchtigungen zur Folge haben können. Auch wird dieser Behandlung vorgeworfen, dauerhaft keine sichtbaren Ergebnisse zu erzielen und für die eigentliche Gesundheit des Patienten von keinerlei Nutzen zu sein.
Die Fettabsaugung ist insgesamt ein Eingriff, welcher, wenn überhaupt, nur aus ästhetischen Gründen getätigt werden sollte. Wird hingegen eine wahre Gewichtsreduktion angestrebt, welche auch die bekannten gesundheitlichen Auswirkungen mit sich bringen soll, ist auf klassische sportliche und ernährungstechnische Methoden zurückzugreifen.

Plastische Chirurgie & Fettabsaugung boomen auch in Deutschland © Peter Atkins / Fotolia
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