EEG – Elektroenzephalografie
16. Sep 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: BehandlungsmethodenDie Elektroenzephalografie (EEG) dient der Messung der Hirnströme. An der Kopfoberfläche gibt es Spannungsschwankungen, die vom Elektroenzephalographen aufgezeichnet werden.
Das EEG dient vor allem der Diagnostik und Therapieüberwachung von Epilepsien. Die Elektroden für die EEG-Untersuchung werden nach dem 10-20-System auf dem Kopf angebracht.
Es gibt folgende Arten von Wellen: Apha-Wellen, Beta-Wellen, Gamma-Wellen, Theta-Wellen, Delta-Wellen und Subdelta-Wellen. Alpha-Wellen sind charakteristisch für den normalen Wachzustand. Bei erhöhter Aufmerksamkeit und vermehrter Denkleistung (zB: Rechnen) werden Beta-Wellen sichtbar. Gamma-Wellen sind im Frequenzbereich von über 30 Hz. Theta-, Delta- und Subdelta-Wellen finden sich im Entspannungszustand sowie im Schlaf.
Eine Besonderheit sind Schlafspindeln, die im Schlaf vermehrt bei Personen mit guter geistiger Leistungsfähigkeit zu finden sind. Für Epilepsien typische Muster sind so genannte Spikes und Sharp-Waves, also spitze und steile Wellen.
Wenn man bei einer EEG-Untersuchung die Augen öffnet oder schließt, führt das zu einer Veränderung im Wellenmuster. Bei der diagnostischen EEG-Untersuchung kommen auch Provokationsfaktoren wie Flickerlicht und Hypoventilation zum Einsatz.
Wissenschaftler forschen derzeit an einem Brain-Computer-Interface, also einem Computer, der durch kognitive Prozesse mittels eines EEGs gesteuert wird. Außerdem wird versucht, aus Gehirnaktivitäten auf die Gedanken zu schließen. Das EEG hat aber nicht nur in der Diagnostik, sondern auch in der Therapie eine enorme Bedeutung. Es kann zum Beispiel gelähmten Menschen bei der Kommunikation helfen.
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