Drogenentzug – Behandlung von Drogensucht

22. Aug 2008 | Von | Rubrik: Behandlungsmethoden

Ein Drogenentzug ist für die Betroffenen, oftmals auch für deren Angehörige, ein schwieriger und langer Weg, jedoch mit lohnendem Ergebnis. Man unterscheidet einen Drogenentzug in zwei Kategorien, nämlich den Totalentzug und den medikamentösen Entzug.

Bei einem Totalentzug wird die Dosis der Droge jeden Tag auf radikale und konsequente Weise reduziert. Dies geschieht meist in einem sehr kurzen Zeitraum und ist für die Betroffenen eine sehr schmerzhafte, da von einer Reihe von Entzugserscheinungen begleitete Methode. Starke Übelkeit, Verdauungsprobleme, wechselhaftes Temperaturempfinden, Herzrasen, Krämpfe, Gliederschmerzen, Schwindel, Halluzinationen, Schlafstörungen, Depressionen und Nervosität sind nur einige der möglichen Symptome, die bei einem Drogenentzug auftreten können. Ein Totalentzug sollte nicht ohne ärztlichen Beistand durchgeführt werden, da es sonst zum Tod kommen kann.

Bei einem medikamentösen Entzug wird der Betroffene stationär therapiert, dies erfolgt auf einer Intensivstation eines Krankenhauses oder einer speziellen Suchtklinik. Der Patient erhält während der Behandlung spezielle Medikamente, die den Drogensubstanzen ähnlich sind und den Entzug somit etwas abmildern. Auch bei dieser Methode werden die gegebenen Dosen täglich reduziert, jedoch in einem länger dauerndem Prozess. Während der Therapie muss auf eine ausreichende Flüssigkeits- und Nährstoffversorgung des Betroffenen geachtet werden. Auch bei dieser Form des Drogenentzugs können Entzugserscheinungen auftreten, jedoch meist nicht in solch ausgeprägter und weitreichender Form wie bei einem Totalentzug. In seltenen Fällen ist bei einem medikamentösen Entzug auch ein Drogenentzug unter Narkose möglich.


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