Dialyse Verfahren zur Blutreinigung bei Niereninsuffizienz
10. Sep 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Behandlungsmethoden, NierenDie Dialyse ist ein Verfahren der Blutreinigung, welches bei Menschen angewandt wird, deren Nieren diese Aufgabe nicht mehr übernehmen können. Versagt die Eigenleistung der Nieren wird von einer Niereninsuffizienz gesprochen und der Betroffene muss regelmäßig zur Dialyse gehen.
Unterschieden wird zwischen der Bauchfelldialyse und der Hämodialyse, wobei die Hämodialyse weiter verbreitet ist. Der Patient bekommt einen Zugang (Shunt) gelegt, über den das Blut in die Dialysemaschine gepumpt und gereinigt wird. Nach dem Reinigungsvorgang gelangt das Blut zurück in den Kreislauf des Patienten. Dialysepatienten müssen einige Einschränkungen in Kauf nehmen, beispielsweise dürfen nur wenige Nahrungsmittel mit Kalium und Phosphat konsumiert werden, da diese Stoffe von der Dialyse nur schlecht abgebaut werden können. Auch bei der Flüssigkeitsaufnahme ist eine enorme Einschränkung notwendig, da viele Dialysepatienten kein Urin mehr lassen können und daher sämtliche, aufgenommene Flüssigkeit über die Maschine gefiltert werden muss.
In der Regel müssen Patienten mit komplett ausgefallener Nierenfunktion dreimal pro Woche zur Dialyse in einer Klinik oder in speziellen Dialysezentren. Die Behandlungsdauer liegt zwischen 3,5 und fünf Stunden, oftmals beginnt die Dialyse mit einer geringeren Stundenzahl und steigt im Laufe der Jahre an. Die Dialyse wird für die Betroffenen zu einem wichtigen Bestandteil des Lebens, da ein Leben ohne die Maschine nicht mehr nötig ist. Würde das Blut nicht per Dialyse gereinigt werden, läge die Lebenserwartung eines Nierenkranken bei schätzungsweise zehn Tagen. Nur wenn eine Spenderniere gefunden wird, kann der Patient wieder ein normales Leben ohne Dialyse führen.
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